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Götter & Menschen im Orakel Spiel
Fortsetzung von: Orakel Spiel
Götter in diesem Orakel Spiel sind:
lebendig (d.h. sich selbst verändernde, lernfähige) Gesetze.
Sie wirken als komplexe Muster von aufeinander wirkenden Wahrscheinlichkeitsfeldern - oder etwas anschaulicher: als Stimmungen. Was ist das für ein Phänomen, das mit Stimmungen bezeichnet wird?
Das Wort verrät ziemlich genau, worum es geht: Etwas ist in sich stimmig: konsistent und kohärent. Es ist also insbesondere Nicht: selbstwidersprüchlich. oder unpassend zu dem Zweck, in dem es verwendet wird. Die Kleidung eines Menschen z.B. kann stimmig oder unpassend sein. Auch die Einrichtung eines Raumes, jedes Kunstwerk oder auch Landschaften.
Wenn ein Raum oder ein Mensch oder eine Landschaft oder ein Film (wie der Avatar .z.B.) in sich stimmig ist, gibt es oft auch einen gefühlsmäßigen Umschlag. Es entsteht eine eigene, besondere, oft sogar verlockend schöne Stimmung. Die jedermann sehen und spüren kann, auch wenn er vielleicht nicht versteht, wie diese Stimmung zustande kommt oder gemacht wurde.
Und tatsächlich können solche Stimmungen nicht willkürlich herbeigezwungen oder gemacht werden. Sie setzen ein bewusst ausbalanciertes Gleichgewicht von wirkenden Gesetzen voraus, die einander "eigentlich" widersprechen. Es sei denn, man beschränkt sich auf nur einen der sehr unterschiedlichen Wirkungsbereiche von Gesetzen:
Grob unterscheiden lassen sich etwa: Gesetze
- der Natur / Gegenständlichkeit, Handeln
- der Psyche / Denken, Fühlen, Beobachten
- des sozialen Zusammenwirkens
- der Kreativität / Eigenes erschaffen
Götter im Orakel Spiel sind nicht:
sich selbst reflektierende, sich selbst zum Problem werdende Wesen, die eigene Absichten und Ziele verfolgen, Erfolg haben können oder scheitern können. Daher kennen die Götter sich selbst eigentlich nicht - zumindest nicht ohne das ein Mensch sich selbst in ihnen erkennen würde.
Gute und freundliche oder böse - feindliche Absichten haben wir Menschen ihnen angedichtet. Auch eine zentrale Koordinierung (in Form eines obersten oder gar einzigen Gottes z.B.) haben wir Menschen ihnen (von uns auf sie, die scheinbar viel Mächtigeren schließend) erfunden und auf die Götter projiziert.
Doch Götter sind mächtige Wirk-Kräfte, deren Ordnung zur Not auch unabhängig davon wirkt, ob sie als das was sie sind verstanden werden oder nicht.
Götter und Menschen im Orakel Spiel
Und so scheinen auch die Mythen von den Göttern - Menschenwerk zu sein.
Eine grandiose Projektion des Menschen - weg von sich - auf Kräfte, die er zwar spürt, aber nicht versteht.
Ein Missverständnis - weil den Clou des Ganzen - den zentralen, den Schöpfergott - vermuten sie irgendwo da draußen. Wo sie ihn natürlich nicht finden können. Schöpfergötter gibt es, wenn, dann in Menschen. Jeder Mensch kann nur selbst so ein Schöpfergott sein. Wenn er denn sieht und annehmen kann, zu welch großer Tat er - qua Menschsein - fähig ist.
Grandios - weil in den Mythen der Menschheit das Zusammenspiel dieser wirkenden Wahrscheinlichkeitsfelder (Stimmungsfelder) vorgezeichnet wurde, ehe Menschen das Spiel dieser Kräfte schon verstehen konnten. Dieses Spiel und seine Spielregeln (Gesetze) haben Menschen keineswegs erfunden. Sie erfahren, erleben, erleiden sie - ohne sie außer Kraft setzen zu können. Insofern, aber nur insofern, sind Götter - den Menschen gegenüber - übermächtig - und das ganz real.
Wohl aber, schon von Anbeginn, haben die Menschen in allen Kulturen gewusst, dass sie selbst, die Menschen, wichtig sind in diesem Spiel der göttlichen Kräfte. Denn diese Stimmungsfelder verändern sich - wenn es, sobald es, in dem Maße wie es Menschen gibt, die lernen, mit ihnen umzugehen. Ihre Spielregeln kennenlernen und Spieler werden.
In dieses Spiel hineinzukommen, ist Sinn und Zweck dieses Götter Orakel Spiel.
Menschen im Orakel Spiel
- sind sich selbstreflektierende Tiere, wie diese um ihr pures Überleben kämpfend, doch eben Fragen an ihr Tun und Treiben stellend. Zweifel einerseits und dadurch gebremst im Vergleich zu den Tieren. Andererseits zu langfristige Absichten und Ziele fähig und dadurch weit in die Zukunft planend. Und meistens sich selbst ein Problem, oder zumindest eine offene Frage.
- sind sich selbst verändernde Wahrscheinlichkeitsfelder und zwar verschiedener Bereiche - Kopf, Herz, Hand, Geist - die aufeinander wirken. Ein jeder Mensch auf seine individuelle Weise - oder mit seinem eigenen Spiel göttlicher Kräfte. Gegeneinander, miteinander, unbewusst oft oder auch reflektiert, entdeckend, sich selbst entdeckend.
Was Menschen im Orakel Spiel nicht sind:
- allmächtig sind sie nicht - wie Götter natürlich auch nicht, aber aus anderen Gründen - Kein Mensch und selbst nicht die Menschheit könnte die ganze Welt überblicken, geschweige denn beherrschen. Wie auch - wenn es kein Zentrum die Welt gibt, wie all die alten Völker glaubten.
- unwichtig und zufällig sind sie nicht - Das Zentrum dessen, was man als Welt bezeichnet, trägt jeder Mensch in sich, indem er sieht was er sieht und hört was er hört und nach eigenem Erleben Urteile trifft, was er für wichtig hält und was nicht. Er selbst ist das Zentrum der Welt, der einzigen Welt, die es für ihn geben kann.
weiter: Helden im Orakel
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Die Götter regen sich.
Sie wandeln sich.
Sie regen sich selbst.
Sie regen sich auf.
Sie regen sich wieder.
Dich aufzuregen.
Wo aber sind diese Götter?
Sie regen sich - du spürst sie manchmal.
Sie regen dich auf, wenn du träumst.
Sie regen sich wieder für dich,
Der du lebst.
Sie regen sich in dir.
Wo sonst.
Was glaubst du bloß,
wer du bist?
