Dionysos - der Gott des Weines & der Ekstase

der Gott DionysosDionysos wird heute vor allem als Gott des Weines, des Rausches und der Trunkenheit verehrt.

Trunkenheit allerdings - ist nicht ganz richtig.

Dionysos selbst hatte einen Amethyst, der ihn vor Trunkenheit schützte.

Dionysos ist der Gott des Rausches und der Ekstase - aber eben kein betrunken weinseeliger Schwärmer.


Dionysos ist ein Gott, der nicht nur für Ekstase und Enthusiasmus steht - er wurde und wird von seinen Anängern enthusiastisch verehrt.

Es gibt zum Beispiel in Aleister Crowleys Buch "Die heiligen Bücher von Thelema" ein Gedicht, das den Gott Dionysos als den wirklichen Jesus feiert.

Einzelne Stellen bei Homer weisen ebenfalls auf den orgiastischen Kult des Gottes Dionysos hin - als kennzeichnend werden Ekstase, En-.thusiasmus und göttlicher Wahnsinn genannt.

Und auch Nietzsche hat Dionysos in Gedichten  - den Dionysos-Dithyramben besungen - eines davon: Die Klage der Ariadne: 

....

Dionysos: 

Sei klug, Ariadne!...
Du hast kleine Ohren, du hast meine Ohren:
steck ein kluges Wort hinein! -
Muß man sich nicht erst hassen, wenn man sich lieben soll?...
Ich bin dein Labyrinth...

Die Thraker im Zentrum Griechenlands werden als Ursprung des Dionysoskultes benannt, als Ausgangspunkt, von wo aus er sich über das ganze antike Griechenland verbreitete..Damals hatte Dionysos noch Stiergestalt.

Der altgriechische Gott Dionysos war auch unter anderen Namen bekannt: Bassareus, Gigon, Dyalos, Sabos, Bakchos, Iakchos, Bacchus, aber auch Sabazios, einer der "unsterblichen Namen Satans" gemäß der Interpretation der satanischen Bibel des Anton S. LaVey...

Der Wein der Feste des Gottes Dionysos in Thrakien diente - in Verbindung mit anderen berauschenden Getränken und Früchten als Mittel zu einem bestimmten Zweck. Ziel des Rausches war es, in einen Zustand zu gelangen, in dem der Mensch sich den Göttern gleich fühlt.

Der Thraker/ die Thrakerin tritt aus seiner/ ihrer alltäglichen Verfassung völlig heraus, wird ein(e) völlig andere(r), und die ganze Welt erscheint anders als am gewöhnlichen Tage.

In Delphi wurde Dionysos als gestorbener Gott aufgefasst, der alle zwei Jahre von den Thyiaden erst wieder zum Leben erweckt werden musste.

Zum Gott des berauschenden Weines und der daraus entstehenden Lustbarkeiten wurde der Gott Dionysos vor allem in Attika, nachdem sich dort der ikariasische Kult des Dionysos als Weingott durchgesetzt hatte.

Eine historische Interpretation geht von einer Dümmlerschen Vase mit dem Abbild des Gottes Dionysos im Schiffskarren stehend (carrus navalis) zu  den Fastnachtszügen der Gegenwart über und das italienische Wort carnevale davon ableitet...

Die ikarischen Dionysosfeste waren vor allem auf dem Lande von Mummenschanz begleitet. 

Andere Sagen erzählen von Heroen oder Menschen, die dem Gott Dionysos freundlich gegenübertraten und deshalb von ihm mit der Gabe des Weinstocks beschenkt wurden. 



 

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