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Götter oder Wissenschaft - Sokrates
Welcher Gott oder Göttin willst du (selbst) sein?
Götter Wahl vom 21. Juli bis 31. Dezember 2010
Zur Götter - Wahl:
Welcher Gott oder Göttin willst du (selbst) sein?
Wissenschaft oder Götter - zu Zeiten von Sokrates und Platon stand die Menschen Europas an einem Scheideweg.
Sie wussten es wohl auch.
Zumindest die Philosophen - allen voran Sokrates, Platon und Aristoteles.
Sokrates galt in der Griechischen Antike als Inbegriff von Weisheit und Integrität / Charakterstärke.
Dennoch - oder gerade deshalb wurde er zu Tode verurteilt - was seiner Stadt - Athen - nicht eben gut getan hat.
Mit den Göttern - des Himmels, des Donners, der Sonne und Gestirne, der Ernte, der Liebe, des Krieges - konnten die Menschen besser umgehen als mit umfassenden Gottheiten.
Die Menschen wurden - kurz gesprochen - handlungsfähig.
Diesen Schritt vollzogen die Menschen in vielen Kulturen.
Götter Pantheone
In Ägypten z.B. war es das Urwasser Nun, aus dem die weiteren Götter sich selbst erschufen.
Atum der Schöpfergott Luft (Schu) und Feuer(Tefnut), Himmel (Nut) und Erde (Geb). http://www.die-goetter.de/aegyptens-goetter Nut und Geb schließlich wurden die Eltern der bekannten ägyptischen Götter wie Osiris, Isis, Seth und Nephtys.
In Griechenland war es das Chaos, aus dem die Nacht (Nyx) und die Finsternis (Erebos), die Erde (Gaia) und die Kraft der Anziehung (Eros) hervorgingen. Gaia befruchtete sich selbst, gebar den Himmel (Uranus) und mit ihm zusammen das erste Göttergeschlecht der Griechen - die Titanen.
Überall das grundlegend gleiche Muster: Mit übermächtigen chaotisch´- unberechenbaren Kräften umzugehen, stellte schon für die Menschen der frühen Kulturen eine Mission impossible dar.
Anders war es schon mit einem Sonnengott, einem Re bei den Ägyptern, Schamasch bei den Sumerern oder einem Helios bei den Griechen. Einen Sonnengott konnte man sehen, seinen Wandel durch Tag und Nacht, seinen Rhythmus studieren. Ihn konnte man anrufen, ansprechen, ihn preisen - oder auch sich unter einem Dach vor ihm verstecken.
Von Göttern zu Menschen - Sokrates
Der Schritt zur Geburt einer menschenzentrierten Weltsicht, eine Welt, die den Menschen statt die Götter in den Mittelpunkt des Geschehens stellte, war nicht mehr weit. In der Hoch-Zeit der Griechischen Antike - beginnend mit Sokrates - wurde er vollzogen.
Hier wurden die Weichen gestellt. Als Möglichkeiten, den Menschen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu setzen, zeigten sich zwei entgegengesetzten Richtungen.
Die erste Möglichkeit - vertreten durch Sokrates - zielte in Richtung Göttlichkeit des Menschen.
Die zweite Möglichkeit - vertreten durch Platon - zielte letztlich in Richtung Eroberung der
äußeren Welt durch Erkenntnis, Wissenschaft und religiöses Dogma.
Sokrates - mit seiner Mäeutik - zielte in Richtung Selbst-Schöpfung des Menschen durch beharrliches Fragen - gezogen von der göttlichen Kraft - dem Daimon - Eros - in ihm. Die Götter waren bei Sokrates nicht abgesetzt.
Doch war die entscheidende göttliche Kraft für Sokrates die göttliche Kraft, die in jedem Menschen gärt und zieht - Verlangen, Sehnen, Streben, sich selbst zu verstehen und zu erschaffen.
Sokrates folgend hätten die Menschen sich zu selbstverantwortlichen Göttern entwickelt.
Von Göttern zu Wissenschaft und Religion - Platon
Platon, sein berühmtester Schüler, aber ist es, durch den Sokrates der Nachwelt bekannt werden sollte. Und Platon deutete das Streben von Sokrates nach Selbst-Vollendung als das Streben nach der Schau von göttlich gegebenen ewigen, schon perfekt ausgearbeiteten Ideen.
Die Basis von Wissenschaft - und Religion - war gelegt.
Diese göttlich autorisierte Wahrheit konnte man im weiteren nun zu erkennen streben - oder an sie glauben. Von sich selbst konnte, ja musste man dabei absehen. Platon folgend beschrieben sich die Menschen fortan als vergleichsweise kleine, nach Wahrheit strebende Geschöpfe.
Xaver Brenner, ein moderner deutscher Philosoph bringt die Umdeutung von Sokrates im Sinne der Ideelehre von Platon kurz und interessant geschrieben auf den Punkt. Wen´s interessiert: Hier bitte nachlesen.
Götter oder Wissenschaft?
Die Frage steht noch immer - oder ist die Frage irreführend? Kommen wir noch einmal zu der Eingangsfrage zurück:
War der Umschlag von mythischen Beschreibungen der Welt zum wissenschaftlichen Streben nach Erkenntnis ein Irrtum, ein Fehler, der die Menschheit ins Verderben, in die Lüge und Aberglauben geführt hat?
oder
War dieser Schritt ein Fortschritt - ein gewaltiger Fortschritt - in Richtung Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Menschen?
Auch jetzt ist diese Frage keine rhetorische Frage.
Statt dessen empfehle ich euch das Buch "Die Diamond-Technik in der Praxis". Wie man diese Fragetechnik auf die Frage nach Wissenschaft und Göttern anwenden kann:
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Das Zeichen der Götter ist es zu gehn :)
Die Götter regen sich.
Sie wandeln sich.
Sie regen sich selbst.
Sie regen sich auf.
Sie regen sich wieder.
Dich aufzuregen.
Wo aber sind diese Götter?
Sie regen sich - du spürst sie manchmal.
Sie regen dich auf, wenn du träumst.
Sie regen sich wieder für dich,
Der du lebst.
Sie regen sich in dir.
Wo sonst.
Was glaubst du bloß,
wer du bist?






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