Eros - griechischer Gott der Liebe und Liebeslust

Eros, griechischer Gott der Liebe

Der griechische Gott der Liebe, Eros, römisch: Amor,

Eros ist bei den alten Griechen ein Name für mindestens zwei verschiedene Götter.

Eros - das Liebesbegehren ist ein verlockendes, prickelndes, durchaus auch umstrittenes Thema.

Heute steht Eros für solch neckische Sachen wie Liebespralinen oder auch den Weltstar Eros Ramazotti.

Genau besehen haben all diese Eros (se)  nur wenig miteinander zu tun. Doch immer ist von Liebe, Liebesverlangen und intensivem Begehren die Rede.

OK, halten wir Eros und Eros auseinander.


Aus der vor-platonischen Zeit der Antike sind zwei Figuren des Eros bekannt.

Eros bei Homer

Amor / Eros / Cupido - Gemälde von MichelangelaoSchon bei Homer ist Eros ein Gott mit zwei Gesichtern.

  • Eros, die himmliche Liebe, die heilende und heilige Kraft der Anziehung. In diesem Sinne wird Eros auch mit Agape gleichgesetzt.
  • Eros, die normale menschliche Liebe, die Anziehungskraft zwischen den Geschlechtsorganen. Das mussten nicht Männchen und Weibchen sein. Zu Zeiten der Griechen stand die gleichgeschlechtliche Liebe hoch in Ehren.

In den Mythen der Griechen taucht Eros zumeist als Kind auf. Unschuldig und verschmitzt schießt er seine goldenen und bleiernen Pfeile auf Götter und Menschen. Weder Götter noch Menschen haben eine Chance, sich zu wehren gegen die Geschosse der Eros.

Die Pfeile übrigens begann Eros sich schon zu schnitzen, so wird in alten Lexika noch erzählt, als der Liebesgott noch nicht einmal laufen konnte. Zunächst übte er seine Macht, Männchen wie Weibchen in besinnungslose Leidenschaft zu fallen, an Tieren an. Offenbar war Eros mit seinen goldenen (glückliche Liebe) und bleiernen (unglückliche Liebe) Pfeilspitzen so erfolgreich, dass er sich später nicht nur an Menschen, sondern schließlich sogar an Götter heran wagte. 

Und siehe da - alle bis hin zum mächtigem Zeus - waren macht- und wehrlos, sobald Eros / Amor sie mit seinem Pfeil getroffen hatte. 


Eros bei Hesiod

erzählt von einem anderen Eros. Bei ihm ist Eros eine welterschaffende, mächtige Urkraft. Nach dem Chaos und der Erde ist schließlich Eros als die dritte Urkarft entstanden und hat für das Werden der Welt gesorgt.


Eros bei Platon

Platon bringt die große Wende in Sachen Eros.

Platon fasst in seinem Symposion sechs verschiedene Versionen des Eros zusammen. Platon untersucht das Phänomen des "Eros" akribisch.

Das Resultat ist einerseits eine sehr vergnüglich lesbare philosophische Abhandlung: Das Symposion.

Man sollte das Symposion von Platon wohl gelesen haben. Und es ist ein durchaus dünnes Buch. Das Symposion gilt stilistisch als das Meisterwerk von Platon. Vorsicht, diese Version des Eros entspricht mehr dem Platonischen Weltbld als dem Bild des Eros der antiken Griechen.

Andererseits kennt die Menschheit erst seit Platon die Differenz zwischen erotischer und, Zufall wird´s nicht sein, platonischer Liebe.


Eros nach Platon

Schließlich taucht dann bei den Römern noch eine Variante für den Gott der Liebe auf. Amor heißt er bei den Römern und ist nun kein Kind mehr, sondern ein junger Mann, der sich selbst verliebt.

Heute ist Eros der Namensgeber all dessen was wir erotisch nennen. Der beliebte italienische Sänger Eros Ramazotti macht sich die Anziehungskraft des Wortes Eros zunutze.

Wer weiß, ob der Sänge Eros Ramazotti so beliebt wäre, wenn er Sandro Ramazotti oder Peter Ramazotti heißen würde.

Auf der Gedichte-Seite findest du rechts oben in der Spalte "Event Charts" den Namen Eros Ramazotti gewöhlich ganz weit oben.



 

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Kommentare

Danke!

Bis jetzt kannte ich sie nicht. Ich bin schließlich erst in der sechsten Klasse und interessiere mich seit weniger als einem Jahr für die griechische Mythologie. Aber das ist eine super Geschichte :). Danke!

Cooler Gott

Den mag ich. Hat doch viel mit Hermes gemeinsam.
Und die Geschichte mit Amor und Psyche ist schön.

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