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Seine Geschichte erzählen
Seine Geschichte erzählen
Seine eigene Geschichte. Jeder Mensch erzählt sich selbst ständig seine Geschichte. Und kennt sie meist doch nicht. Nur zwischen seinen Worten, seinen Taten, seinen Blicken flackert die Geschichte eines Menschen. Hörbar, sichtbar, spürbar - auch für andere.
Als Geschichtenerzähler erschaffen wir das Gedächtnis einer Gemeinschaft. Normen und Gewohnheiten einer Kultur werden durch Geschichten weitergegeben.
Das ist eine große Verantwortung. Erzählen wir Geschichten, die stolz davon berichten, wie wir geworden sind? Oder erzählen wir unsere Geschichte als einen Leidensweg, der uns zu Opfern hat werden lassen?
Die Geschichte, die in deiner Firma oder deiner Familie erzählt und weitergetragen wird, regeln das Verhalten mehr als jede Vorschrift - im Guten wie im Schlechten. Und Geschichten, die Angst und Schrecken einjagen, sind leichter erzählt als ermutigende Geschichten, die Begeisterung erzeugen.
Meist wählen Menschen wie Gemeinschaften ihre Geschichten unbewusst. Auch die Menschheit ist davon keine Ausnahme. Niemand, nicht die Menschheit, kein Firmenchef oder Klassensprecher entscheidet sich mutwillig für eine Verlierergeschichte.
Aber wenn du in die Zeitungen siehst, wenn du zuhörst, worüber du dich selbst mit deinen Mitschülern, Freunden, Kollegen unterhältst - erfährst du, welche Geschichten es sind, die du mit ihnen teilst. Das sind die Geschichten, in denen du lebst.
Statt zu erzählen, wie es kommt, dass du dich immer besser mit deinen Freunden verstehst, erzählst du vielleicht, warum aus dir nie ein großer Künstler oder Forscher oder Schauspieler werden wird.
Die Schlagworte "Freude, Erfolg, Mission, Begeisterung" findet man vielleicht auf Plakaten oder in Werbespots. Oder in einer Rede über die Ziele eines Unternehmens. Aber die Geschichten, die erzählt werden, handeln von Vorschriften, Verboten, Kontrolle und Maßnahmen, wenigstens die eigene Haut zu retten.
Es verlangt Mut, eine neue Geschichte zu erzählen.
Und wenn du mit deinen Eltern, Freunden, Kollegen in einer Schlaufe bist, in der du dich nicht wohlfühlst, ist es Zeit, eine neue Geschichte zu erzählen. Das verlangt noch mehr Mut.
Wenig Sinn macht es, sich eine Geschichte nach Maßgabe zu erzählen - so, dass man schon vorher weiß, was mit dieser Geschichte erzählt werden soll. Allegorische, moralische, ideologische Lehrstücke entstehen daraus. Die eher Missmut erzeugen als Freude. Man (der Leser) merkt die Absicht und ist verstimmt. (Schiller)
Lebendige Geschichten entstehen anders.
Zum Beispiel:
- Beschreibe oder erzähle, was du in deinem Leben bisher erlebt hast. Wie du so geworden bist, wie du jetzt bist.
- Schau dir die Geschichte deines Helden an.
- Ist dein Held jemand, der seinen Weg, seine Spur der Freude, wie Campbell es nennt, schon gefunden hat? Dann überlege, was dein Held in fünf Jahren tun wird. Wie er seiner Spur gefolgt ist, mit welchen Menschen er zusammen lebt. Wie er sich in dieser Zeit auf erstaunliche Weise verändert hat.
- Oder ist ein Held eher ein Blatt im Wind. Das mal hier mal dort hin - von anderen - getrieben wurde? Dann überlege, wie dein Held seine Spur, das was ihm selbst am wichtigsten ist, finden wird.
- Wenn du so viele Ideen gesammelt hast, dass das Bild deines Helden richtig interessant und attraktiv für dich werden könnte, schreibe oder erzähle deine Geschichte noch einmal.
- Wenn du das hast - meld dich bei mir. Dann geht´s weiter.
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Die Götter regen sich.
Sie wandeln sich.
Sie regen sich selbst.
Sie regen sich auf.
Sie regen sich wieder.
Dich aufzuregen.
Wo aber sind diese Götter?
Sie regen sich - du spürst sie manchmal.
Sie regen dich auf, wenn du träumst.
Sie regen sich wieder für dich,
Der du lebst.
Sie regen sich in dir.
Wo sonst.
Was glaubst du bloß,
wer du bist?
