Eurystheus - der schwächliche Auftraggeber des Herakles

Erystheus versteckt sich in der TonneDer König von Korinth, Eurystheus war ein schwächlicher, feiger König.

Niemand würde den Namen dieses Vetters von Herakles kennen. Doch war Eurystheus von Geburt an der Erzfeind des Herakles. So kam auch er zu - wenn auch trauriger - Berühmtheit.

Eurystheus war es, der sich die zwölf Aufgaben ausdachte, die Herakles berühmt und unsterblich machen sollten. Nach den ersten Großtaten des noch sehr jungen Herakles hatte Erystheus seinen Vetter zu sich in den Dienst gerufen. Doch Herakles weigerte sich, seinem Vetter zu dienen.

Darauf schaltete sich die in Sachen Herakles eifer- und rachsüchtige Götter-Königiin Hera ein schlug Herakles mit Wahnsinn. Im Wahnsinn erschlug Herakles seine Frau Megara und die drei Kinder, die er mit ihr gezeugt hatte.

Aus dem Wahnsinn erwacht, blieb ihn in seiner Not nur der Ausweg, das Orakel von Delphi zu befragen, wie er sich von der Last dieser Schuld befreien könne. Das Orakel antwortete ihm, dass er sich 12 Jahre in den Dienst seines Vetters Eurytheus zu begeben habe. Was Herakles denn auch tat.

Eurystheus seinerseits hatte natürlich keineswegs vor, seinen Vetter zu fördern. Im Gegenteil, er gedachte, ihn loszuwerden, indem er ihm schier unmögliche Aufgaben stellte. Denn der Thron, auf dem er, Eurystheus saß, war von Zeus eigentlich dem Herakles zugedacht. Hera hatte diese Ehre mit List und Geschick statt Herakles dem schwächlichen Eurystheus zugeschanzt.


Der Feigling Eurystheus

Da saß er nun und musste sich für Herakles möglichst unerfüllbare Aufgaben ausdenken. Schon die erste "unerfüllbare Aufgabe", der Nemeische Löwe, die Eurystheus sich für oder besser gegen Herakles ausdachte, erforderte von Herakles übermenschliche Kraft. Und Herakles brachte sie auf.

Eurystheus selbst war schon allein durch den Anblick des Nemeischen Löwen vollständig überfordert. Als Eurystheus das mächtige Tier erblickte, das Herakles ihm - auftragsgemäß gebracht hatte - hatte er nichts eiligeres zu tun als sich in einem Fass zu verstecken. 

Fortan ließ der feige König Eurystheus Herakles nie wieder in seine Nähe, wenn dieser von seinen Heldentaten zurückkam und eine weitere, noch "unerfüllbarer" und sicherlich doch diesmal tödliche, annehmen musste.

Statt dessen übermittelte Eurytheus seine Befehle an Herakles jedes Mal durch einen seiner Boten.


Der berühmteste griechischen Helden - Herakles


 

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