Daimonion-Orakel: Das Projekt

Jahrelang habe ich mich intensiv mit dem Crowley-Tarot beschäftigt. Ich habe es geliebt und nahezu alles, was es an Hintergrundwissen dazu gibt, eingesogen. Den kabbalistischen Baum des Lebens zum Beispiel.

Vom Tarot zum Daimonion-Orakel

Ich bin ein Thelemit und als solche, wegen Frau, nicht an Glauben und Hoffen, sondern am innersten Willen eines Menschen orientiert.

Und doch, wie ich irgendwann bemerkte, glaubte ich an das Tarot, an seine Weisheit, nicht an meine. Eine kognitive Dissonanz, die schließlich schmerzhaft wurde.

Und so begann ich, vor knapp 20 Jahren, danach zu forschen, wie ein Orakel funktionieren könnte, dass das Göttliche, den tief oft verborgenen, ganz eigenen Willen im Menschen hervorlockt.

Zum Glück war ich gut gerüstet, da ich spirituelle Lehrer hatte, in deren Fußstapfen es sich ungleich leichter geht als allein auf weiter Flur.

  • Der offensichtliche Move: Jede Karte hat zwei Seiten statt, traditionell, einer; Differenz statt Identität.
  • Der Move dahinter: Die Differenz liegt nicht schon fest, sondern wir selbst sind es, die unterscheiden, schon indem wir wahrnehmen.

Und wie siehst Du das auf den Karten?

Die einzelnen Karten des Daimonion-Orakels sehen anders aus als Tarotkarten und andere Orakelkarten dies üblicherweise tun. Sie sind:

  • nicht mit Symbolen gespickt, sondern bestehen aus zufällig gefundenen Bildern, die ich, nur, zu einer Szene zusammengefügt habe.
  • nicht mit Titeln versehen, nur eine Zahl (von 01 bis 32) hilft Dir beim Wiederfinden.
  • vor allem Bilder. Titel haben die Namen erst bekommen, als die beiden Seiten einer Karte fertig waren. Sie bilden also, anders als im Tarot, kein System.

Wenn Du intensiv mit den Karten arbeitest, kommst Du vielleicht an einen Punkt, an dem Du den Karten andere, Deine, Namen geben willst.

Und wenn Du noch tiefer einsteigen willst, erschaffst Du Dir vielleicht irgendwann ein eigenes Orakeldeck.

Nur zu! Das Daimonion-Orakel will eben dies: Dich ermutigen und begleiten, Deiner inneren Stimme zu vertrauen.

Ihrer inneren Stimme, ihrem Daimonion.

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