Start Griechische Götter Pan - griechischer Gott der Hirten und Herden

Pan – griechischer Gott der Hirten und Herden

Der Gott Pan und die Panflöte
Der Gott Pan und die Panflöte

Der große Gott Pan, römischer Gott: Faunus, ist immer lüstern. Seiner Leidenschaft für die Nymphe Syrinx verdanken wir denn auch die weithin klingende Panflöte.

Bekannt ist Pan ist ein frecher ungötttlicher Gott der Griechen. Versteht man den Menschen als Mitte zwischen Tier und Gott, dann ist Gott Pan einem Tier ähnlicher als einem Gott.

Hörner und Bocksbeine hat er wie die Tiere der Herden, die er hütete. Pan galt als kindlich verspielter ewig geiler und leidenschaftlich verliebter Gott.

griechischer Gott Pan mit dem Hirtenjungen Daphnis

Pan Mythologie

Zur Herkunft des Gott Pan gibt es mehrere Versionen. Hermens, Zeus und Kronos werden als seine Väter genannt. In diversen Mutter-Kombinationen:

Der bekannteste Mythos der Herkunft des Pan nennt Hermes als seinen Vater. Als Mutter des Pan wird zuerst die Nymphe Dryope genannt.

Manchmal auch Penelope (die Frau des Oysseus, Persephone, die Göttin der Unterwelt und die Ziege Amaltheia (Amme des Zeus).

Welches nun immer seine Mutter war: Als diese gleich nach der Geburt feststellte, dass ihr Sohn Ziegenfüße, -hörner und einen Bart hatte, war sie so erschrocken, dass sie ihn aussetzte.

Daraufhin wurde Pan wurde von seinem Vater Hermes in den Olymp gebracht. Wo er dennoch nicht gerade willkommen geheißen wurde.

Nach anderen Quellen war Pan ein Sohn des Zeus und der Kallisto bzw. des Zeus und der Nymphe Hybris.

Nach einer weiteren Erzählung ist Pan ein Sohn des Kronos und der Ziege Amaltheia. Damit wäre Pan sogar ein Bruder von Zeus. Denn Kronos ist der Vater von Zeus, die Ziege Amaltheia dagegen war dessen Amme.

Pan – griechischer Gott in Tiergestalt

Ein Gott in Tiergestalt ist in vielen Kulturen selbstverständlich. In der Ägyptischen Mythologie kennen wir zum Beispiel Horus, den Höchsten der Götter als ein Gott mit Falkenkopf.

Bei den Griechen nun hatte sich das Götterbild gewandelt. „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“ (spätestestens mit den Sophisten) geworden. Und Gott Pan wird in nachgriechischer Zeit zum Vorbild für Teufel aller Art. 

Heutigen ist der eigenwillige Gott Pan vor allem durch die Panflöte und das Wörtchen „Panik“ oder „panische Angst“ bekannt. Manch einem mag der Gott „Pan“ noch in einem anderen Zusammenhang vertraut in den Ohren klingen: Pantheismus, Paneuropa. So verwendet bedeutet „Pan“ „alles“ oder auch „allüberall“.

Übrigens steckt dieses „alles“ auch in „Panik“. Wer in Panik gerät, der hat buchstäblich vor allem Angst.

Und vielleicht gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen Panik und Panflöte?

Der griechische Gott Pan erfindet die Panflöte

Die griechische Nymphe Syrinx war durch ihre Schönheit bekannt, ja berühmt. Jedermann war sogleich verzaubert bei ihrem Anblick. Sie wusste damit zu leben. Doch eines Tages erblickte der Gott Pan die schöne Nymphe. Er verliebte sich sofort in sie und warb um sie mit der Vehemenz eines Gottes.

Syrinx erschrak bei seinem Anblick. Behaart am ganzen Leibe wie ein Tier ist Gott Pan. Die Hörner und die Ziegenbeine tun ihr übriges, um eine zarte Nymphe zu erschrecken. Syrinx fürchtete sich vor dem Gott. Pan aber umwarb sie nur noch umso heftiger.

Syrinx rannte was sie konnte, um ihm zu entkommen. Bis sie schließlich an einen Fluß kam. Der Fluß hieß Ladon. Schwimmen konnte sie nicht, einen anderen Weg gab es auch nicht. Pan war er kurz auf den Fersen. Alles was ihr blieb, war ihre Schutzgöttin anzuflehen.

Das tat sie denn auch. Sie erbat sich inständig, in ein Schilfrohr verwandelt zu werden. Ein Wunsch, den einer so glücklichen und begehrten Nymphe wie Syrinx nur pure Panik eingeben kann. Wie dem auch sei, Ihre Schutzgöttin, die jungfräuliche Artemis, Schwester von Apollon erfüllte ihren Wunsch.

Aus der Perspektive von Pan sieht die Geschichte natürlich anders aus. Immer näher und näher kommt er dem begehrten Ziel. Fast hält er die Geliebte schon in den Armen als Syrinx stehen bleiben muss. Und … was hält er in den Händen: Ein Schilfrohr! Da steht er nun mit fast leeren Händen.
   
Der Wind weht durch das Schilf. Lang ziehende klagende Töne durchschneiden die Stille. Gott Pan wusste sogleich, was zu tun ist, um seine Geliebte immer bei sich zu haben. 

Er schnitt das Schilfrohr in unterschiedlich lange Stücke und band die Stücke zusammen. Dem so entstandenen Musikinstrument konnte er nun jederzeit die zart klagenden Laute der Panflöte entlocken. Er nannte sie natürlich: Syrinx.

15 KOMMENTARE

    • Der große Pan ist tot.

      Hallo Hermes – Fan; 

      Der Mythos vom verschollenen Pan stammt zwar nicht aus der griechischen Antike, doch wird er nun auch schon seit fast 2000 Jahren erzählt.

      Und zwar geht dieser Mythos auf den römischen Dichter Plutarch zurück. Plutarch, von dem auch gesagt wird, dass er der letzte Priester des Orakel in Delphi sei, erzählt, dass ihm ein Seemann zugerufen habe, der große Pan sei tot.

      Die Version von Heinrich Heine, bei dem ich diese Geschichte auch zuerst gelesen habe, wurde seitdem vor allem von Künstlern aufgenommen: 

      "Die weißen marmornen Griechengötter wurden bespritzt von diesem Blute (der Christen) und erkrankten vor innerem Grauen und konnten nimmermehr genesen!

      Die meisten freilich trugen schon längst in sich das verzehrende Siechtum, und nur der Schreck beschleunigte ihren Tod. Zuerst starb Pan. Kennst Du die Sage, wie Plutarch sie erzählt?

      Diese Schiffersage des Altertums ist höchst merkwürdig. – Sie lautet folgendermaßen: Zur Zeit des Tiberius fuhr ein Schiff nahe an den Inseln Parä, welche an der Küste von Ätolien liegen, des Abends vorüber.

      Die Leute, die sich darauf befanden, waren noch nicht schlafen gegangen, und viele saßen nach dem Nachtessen beim Trinken, als man auf einmal von der Küste her eine Stimme vernahm, welche den Namen des Thamus (so hieß nämlich der Steuermann) so laut rief, daß alle in die größte Verwunderung gerieten. Beim ersten und zweiten Rufe schwieg Thamus, beim dritten antwortete er; worauf dann die Stimme mit noch verstärktem Tone diese Worte zu ihm sagte:

      "Wenn du auf die Höhe von Palodes anlangst, so verkündige, daß der große Pan gestorben ist!" Als er nun diese Höhe erreichte, vollzog Thamus den Auftrag und rief vom Hinterteil des Schiffes nach dem Lande hin:

      "Der große Pan ist tot!"

      Auf diesen Ruf erfolgten von dort her die sonderbarsten Klagetöne, ein Gemisch von Seufzen und Geschrei der Verwunderung, und wie von vielen zugleich erhoben. Die Augenzeugen erzählten dies Ereignis in Rom, wo man die wunderlichsten Meinungen darüber äußerte. Tiberius ließ die Sache näher untersuchen und zweifelte nicht an der Wahrheit.

      Angel

      **************
      Spielen ist das ganze Geheimnis.

  1. Danke!
    Danke!
    Ich hatte noch nichts genaueres davon gehört. Hab nur mal bei „Percy Jackson“ davon gelesen.
    Also Danke!

    Hermes-Fan

  2. PAN
    Gute Definitionen der griechischen Sagengestalt.
    Dazu vielleicht mein eigenes passendes Gedicht:

    PAN

    Flirrende Hitze in des Tages Mitte,
    regungslos alle Geschöpfe
    im Schatten von kargen Bäumen,
    warten auf die erträgliche Kühle des Abends
    Alle Gedanken schweben
    silbernen Träumen gleich
    hinauf in die blauen Berge des Parnons.

    Wartest du immer noch dort
    an der flüsternden Quelle auf Syrinx,
    um dich im Garten des Hermes
    mit ihr zu vermählen?
    Vergebliches Hoffen, du weißt es,
    dort unten zum Flusse hin floh sie
    vor dir und deiner Begierde.

    Furchtsam die scheue Nymphe,
    erkannte sie bald, dieser Fluss
    war nicht überwindbar und so
    verwandelte sie sich
    in schwankendes Schilfrohr
    nicht ahnend, dass längst du
    ihre neue Gestalt schon entdeckt!

    Ohne Bedenken, Pan, wagtest du
    einfach dies Rohr nun zu schneiden,
    schnitztest daraus ein stimmvolles
    und dennoch zartes Gebilde
    dessen herrlicher Klang voll
    unbeschreiblicher Sehnsucht
    durch die blauen Haine erklingt.

    Wenn nun heute am Abend
    die liebliche Stimme der Syrinx erklingt,
    erinnert dies an die Nymphe
    der silbrighellen Quelle hoch in den
    peloponnesischen Bergen,
    wo Pan einst sein Begehren
    und seine Liebe
    in einer siebenrohrigen Flöte vereint…

    ©2009 by H.C.G.Lux

    • Pan Gedicht

      Schönes Gedicht – vielen Dank.

      Der wilde Pan scheint für kreative Geister wohl besonders inspirierend zu sein. Vielleicht hast du ja auch schon das Helion-Bild von Pan entdeckt.

      Es ist im Mai diesen Jahres entstanden – ein Maler mit einem sehr feinen Gespür für Licht hat es gemalt und mir – zu meiner großen und freudigen Überraschung geschenkt – weil er meine Leidenschaft für griechische Götter kennt.

      Übrigens hat auch dein Gedicht, zumindest gemessen an meinem Erwartungsmuster, eine kleine überraschende Wendung. Wirklich schön 🙂

      Gruß Angel

  3. Stunde des Pan
    Die Nymphe, die vor Pan davonnläuft, ist ein überzeugendes Bild für panische Angst, aber was ist mit der tifen Stille in der Mittagszeit, in der Stunde des Pan? Weiß jemand etwas darüber? Regina

    • Die Stunde des Pan

      Die Mittagsstunde, eigentlich die Mittagshitze, die Zeit, da die Sonne am heißesten ist, gilt als die Stunde des Pan. Während der Mittagshitze scheuchte Pan nicht nur die ruhenden Herden auf und jagte sie, sondern konnte auch für Menschen gefährtlich werden.

       

    • stunde des pan
      hallo, dies beantwortet vielleicht nicht deine frage,jedoch…..
      ich war 1994 mit meinen kindern ende mai/anfang juni auf dem peloponnes…mittags ist ruhe des öffentlichen lebens , also (fast)überall im mittelmeerraum….dort befand ich mich auf einem weg,linker hand strand mit meerblick,rechterhand ein feld,dahinter wald….grillen haben gezierpt…..es war so eine situation / eine zeit….ich habe wirklich darauf gewartet , das pan zwischen wald und feld erscheint….

  4. Pan-Arabeske von Jens Peter Jacobsen
    Eines der stärksten Pan-Gedichte der Weltliteratur, die Pan-Arabeske des dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen aus dem Jahr 1868, sei hier in deutscher Übersetzung hinzugefügt (um eines Gedichtes wie dieses willen hat R. M. Rilke seinerzeit Dänisch gelern):

    „Hast du dich verirrt in dunklen Wäldern?
    Kennst Du Pan?
    Ich habe ihn gefühlt,
    Nicht in den dunklen Wäldern,
    Wenn alles Schweigende sprach,
    Nein, den Pan habe ich nicht gekannt,
    Doch den Pan der Liebe hab ich gefühlt,
    Da schwieg alles Sprechende.

    In sonnenheißen Gebieten
    Wächst eine seltsame Pflanze,
    Nur im tiefsten Schweigen,
    Beim Brand von tausend Sonnenstrahlen,
    Öffnet sie ihre Blühte
    Eine flüchtige Sekunde,
    Sie sieht aus wie das Auge eines Irren,
    Wie die roten Wangen einer Leiche,
    Sie hab ich gesehen
    In meiner Liebe.

    Sie war wie der süßduftende Schnee des Jasmin,
    Mohnblut rann in ihren Adern,
    Die kalten marmorweißen Hände
    Ruhten in ihrem Schoß
    Wie Wasserlilien im tiefen See.
    Ihre Worte fielen weich
    Wie die Blätter der Apfelblüte
    Auf das taufeuchte Gras;
    Doch es gab Stunden,
    Da sie sich wanden kalt und klar
    Wie der steigende Strahl des Wassers.
    Seufzen war in ihrem Lachen,
    Jubel in ihrem Weinen;
    Ihr mußte alles sich beugen,
    Zwei nur wagten ihr zu trotzen,
    Ihre eigenen Augen.

    Aus dem blendenden Kelch
    Der giftigen Lilie
    Trank sie mir zu;
    Dem der tot ist,
    Und dem, der ihr jetzt zu Füßen kniet.
    Mit uns allen trank sie
    – Und da war der Blick ihr hörig –
    Den Gelöbnisbecher unverbrüchlicher Treue
    Aus dem blendenden Kelch
    Der giftigen Lilie.

    Alles ist vorbei!
    Auf der schneebedeckten Ebene
    In dem braunen Wald
    Wächst ein einsamer Dornbusch,
    Den Winden gehört sein Laub,
    Eine nach der anderen,
    Eine nach der anderen,
    Tropft er die blutroten Beeren
    In den weißen Schnee;
    Die glühenden Beeren
    In den kalten Schnee. –

    Kennst du Pan!

      • Das Gedicht des Pan. Spielen ist der Zauber, das Ziel sind Drei.
        < schön zu lesen... ihr gedicht .... und auch das andere... < schön... doch ... irgednwie fehlt doch etwas in der Geschichte... < wenn Pan sie jagt die Nymphe ... und fast sie sein eigen nennen kann... für die Sekunden und Stunden seiner Lust... wenn sie sich ihm verwandelt ... ins schmale des Schilfrohres... und er sie findet in verwandelter gestalt und Form und um sie weiß... versteh ich den .. Fortgang der Geschichte nicht... Sorry.... versteh ich nicht... beste Grüße ...rene´

  5. Arbeit
    Hey Angel,

    ich schreibe derzeit meine W-Seminar-arbeit zum Thema Pan und Syrinx und würde gerne aus diesem Artikel zitieren.
    dazu benötige ich nur leider Ihren richtigen Namen, da wir keine Künstlernamen zitieren dürfen.
    Ist es möglich dass Sie mir diesen irgendwie zukommen lassen, oder ist er vielleicht sogar irgendwo hier angegeben?
    Diesen würden dann auch nur ich und meine Lehrerin kennen.
    Ich hoffe, dass dasirgendwie klappt.
    Schonmal vielen dank im Vorraus,

    Lina^^

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