Gottheiten und Götter - erfunden oder wahr?

Von Gottheiten zu GötternGibt / Gab es diese Götter, die ägyptischen, griechischen, römischen überhaupt?

Oder sind diese Gottheiten und Götter erfunden - reine Einbildung - heute längst von der Wissenschaft überholt?


Diese Frage wird mir in letzter Zeit immer häufiger gestellt.

Das freut mich - Fragen sind der Anfang von eigenem Denken. Und Gottheiten und Götter haben es nunmal in sich.  Sie fordern den denkenden Menschen heraus.

Denn so einfach mit Ja oder Nein  - gerade was Götter betrifft - ist die Frage, ob es denn Götter "gibt", nicht zu beantworten.

Ergo: Ein klares Jein: 

  • Sowohl als auch und
  • Weder noch.

Aus Gottheiten werden Götter

Für die Menschen der alten Kulturen - sagen wir mal: vor der griechischen Antike - stand die Frage überhaupt nicht, ob es Gottheiten gibt oder nicht.

Die Menschen erlebten tagtäglich, dass es Kräfte gab, die ihr Leben auf geheimnisvolle und mächtige Weise beeinflussten.
Sie erlebten sich selbst als abhängig, aber auch eingebunden und getragen in dieses Kräftespiel.

Ein unberechenbar - chaotisches und doch geheimen Regeln folgendes Geschehen - sie nannten es "göttlich". Was nichts anderes bedeutet als dass sie es mächtiger als sie selbst sich erlebten - geheimen Regeln folgend.

Der Wechsel und Wandel der Jahreszeiten, der Wechsel von Ebbe und Flut, Trockenheit und Überschwemmung, Wärme und Kälte, Triebhatigkeit, Eruption, Ekstase, Kampf von widerstreitenden Kräften, Tod, Verschmelzung, Wachstum.

Dass solche Kräfte wirkten - war eine fraglose Erfahrung. Mit ihr waren die Menschen ständig konfrontiert. Sie waren der Rahmen, die Voraussetzung, die Bedrohung, aber auch die Quelle aller Freude ihres Lebens.

Und mit Naturgewalten nicht genug: Nicht nur die äußere Natur folgte geheimnisvollen Regeln. Auch das entstehende Zusammenleben der Menschen selbst wurde offensichtlich von Kräften beeinflusst, die mächtiger waren als alles was dieser oder jene Mensch beabsichtigen mochte.

Rätselhafte Mächte zwischen den Menschen

Gottheiten_Zeus als heiliger Stier mit der Königstochter EuropaLiebe - Vereinigung, Verschmelzung - ein großes Rätsel diese Anziehung zwischen den Menschen, besonders zwischen den Geschlechtern.

Kampf - Hass, Machtstreben und Zerstörung - wie geschah das nur - so sehr viel brutaler als unter Pflanzen und Tieren?

Rückzug - Einsamkeit, Forschung, Erkenntnis - auch dies war rätselhaft und neu - unbekannt in diesem Ausmaß bei Tieren.

Produktivität - die unerhörte Kraft gemeinsamen Schaffens - vor ihren gemeinsam erschaffenen Bauwerken standen die Menschen voller Staunen. Doch auch das aufkommende Marktgeschehen - der Austausch von Waren vollzog sich nach geheimen, nicht direkt berechenbaren Regeln.

Sie selbst, die Menschen, hatten nur wenig Einfluss darauf. Aber doch - nach und nach - ein wenig schon. Häuser, Kleidung, Werkzeuge, Waffen, Bewässerungssysteme, Straßen, Tempelbauten, soziale Regeln die etwas Ordnung in das Chaos in das Treiben brachten.

Kurz, die Menschen lernten, diese gewaltigen göttlich - übermächtigen Kräfte zu lenken. Ein wenig jedenfalls. Sie dachten über diese geheimnisvollen Kräfte nach, von denen ihr Leben abhing, nach und gaben ihnen Namen, Gesichter, Charakter. So wurden aus nur ahnbaren Gottheiten Götter.

Götter mit eigenen Absichten, Querelen, Kämpfen und Gefühlen.

Götter, die Menschen beschreiben konnten. Auch Geschichten konnten sie von ihnen erzählen und diese Geschichten miteinander verweben - so dass sie ein großes Panorama - einen sinngebenden, bedeutungsvollen und durchaus aus weiterhin geheimnisvollen Hintergrund ihres Erlebens erschaffen konnten.

Götter - Irrtum oder Fortschritt?

Kommen wir zu der Eingangsfrage zurück: War die Erfindung von Göttern nun ein Irrtum, ein Fehler, der uns, die Menschheit ins Verderben, zumindest in die Lüge, in die Irre, den Aberglauben geführt hat?

Oder war die Erschaffung von Göttern der für die Menschen gangbare Weg, sich ihrer eigenen Größe bewusst zu werden?

Sowohl als auch möchte man meinen. Doch um das zu verstehen, ist es nützlich, die Götter möglichst vieler, zumindest mehrerer Völker zu kennen. Und auch - untrennbar mit den Göttern verbunden - die großen Helden und deren Taten.

Götter bei Sokrates und Platon
Sokrates Daimonion

 

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Kommentare

Ich gebe dir voll recht. Ein

Ich gebe dir voll recht. Ein gottloses leben = unvorstellbar.
Und ich bete ja auch zu jemandem=)
Lg Rahel

Ich glaube an die Griechischen Götte

Hallo,

also ich glaube an die Götter der Griechischen Mythologie, auch weil ich mich mit ihnen am Besten identifizieren kann!
Ich glaube seit 6 Jahren an die Götter, und jetzt bin ich 15 Jahre alt.

Auch durch Percy Jackson wurde mein Glaube noch mehr gestärkt!

percy-jackson.forumieren.de

Götter

Ich glaube ebendfalls sehr, sehr stark an Götter! Diesen Glaube kann mir niemand nehmen!!
Mein Vater erzählt mir jedes mal griechische Mythen und so wie sich das für mich anhört, kann es einfach nicht falsch sein. Ich mein kla sagen da Wissenschaftler etwas anderes aber es sind alles riesige Mythen. Als mein Vater mir davon jedes mal erzählt fühle ich mich als wäre ich da live dabei. Denkt ihr ernsthaft, dass wenn das nur ausgedacht wäre, dass sa dann jahrtausende lamg uns verfolgen würde?

Märchen halt

mein Vater hat mir von Schneewittchen, Rotkäppchen, Hänsel und Gretel erzählt. Trotzdem glaube ich nicht an Wölfe, die eine Großmutter verschlingen, die nach einem Bauchschnitt dann wieder lebend aus dem Inneren des Wolfes steigt :-) Und auch nicht an Hexen, die Lebkuchenhäuser im Wald errichten.

götter sind meiner meinung nach echt

ich habe alle teile von percy jackson und helden des olymp gelesen
und mitlerweile glaube ich auch an götter

und ich finde keiner der an götter glaubt ist verückt
weil jeder seine eigene meinung hat

ich glaube an götter

ich habe alle percy jackson und helden des olymp bücher gelesen
und glaube mittlerweile auch an götter

und keiner ist verrückt weil er daran glaubt
denn jeder hat seine eigene meiung

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