Dido und Aeneas
Dido und Aeneas

Heldenstruktur der Mythen um Dido und Aeneas

Göttliches Blut. Wie Gilgamesch, Herakles oder auch Jesus trägt Aeneas göttliches Erbe schon in sich – seine Mutter ist die Göttin der Schönheit – Aphrodite. Ein Sinnbild der Ahnung aller Kulturen, dass das Göttliche nicht nur Außen, sondern schon im keimenden Samen eines Menschen verborgen ist.

Aufbruch oder Vertreibung. Wie vielen Helden der Mythen dieser Welt geht es auch Dido und Aeneas: Am Anfang ihrer Heldentaten steht die Flucht / Vertrieben aus der Heimat, dem Ort der Kindheit und Jugend. Ein Motiv, das Christen von Eva, der Schlange, Adam, Gott und den göttlichen Cherubim kennen, die den Garten Eden bewachen. Der Hort der Kindheit taugt nicht zu großen Taten. Denn ob mensch will oder nicht, hier ist und bleibt er das Kind seiner Eltern.

Göttlicher Helfer.  Wie Odysseus durch Athene wird auch Aeneas von einer Göttin geschützt und geleitet – Aphrodite, seine Mutter. In den Wirren des Krieges und den Jahren der Irrungen nach dem Trojanischen Krieg, hält sie ihre göttlich schützenden Hände über ihren Sohn.

Irrungen. Wie Odysseus verschlägt es Aeneas nach dem Trojanischen Krieg von einer Insel zur anderen. Doch während Odysseus ein klares Ziel hat – er will nach Hause, braucht Aeneas lange, ehe er den Sinn seiner Irrfahrten versteht. Woher dieser Sinn und Zweck einer Mission kommt, ist eine spannende Frage. Der Mythos von Aeneas beantwortet sie mit Zeus. Doch wer oder was ist denn Zeus – im mythischen Muster beobachtet? 

Versuchung. Oft sind es weibliche Dämonen, die den Helden von seinem Weg abzubringen suchen. Bei Dido und Aeneas ist die Sachlage etwas verwickelter. Dido ist selbst eine heldenhafte Frau. In Bezug auf den Auftrag des Aeneas ein neues Troja auf italienischem Boden zu bauen, hat Dido die Rolle der Versucherin. Würde Aeneas bei ihr bleiben, könnte er seiner Bestimmung nicht folgen.

Bildquellen: 

© Autor: Nathaniel Dance-Holland – XQGCpNt3tbJiAw at Google Cultural Institute, zoom level maximum Tate Images (http://www.tate-images.com/results.asp?image=T06736&wwwflag=3&imagepos=1), Volné dílo, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13420379

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here