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Göttin des Zufalls – Tyche / Fortuna

Die griechische Göttin des Glücks, des Zufalls und des Schicksals Tyche (römisch: Fortuna) mit dem kindlichen Gott Pluto symbolisiert auch Wohlstand und Reichtum.
Die griechische Göttin des Glücks, des Zufalls und des Schicksals Tyche (römisch: Fortuna) mit dem kindlichen Gott Pluto symbolisiert auch Wohlstand und Reichtum.

Fortuna vor allem und auch ihr Vorbild, die griechische Göttin Tyche gehören heute zu den besonders bekannten Göttern, was wohl an der Spieleindustrie liegen wird. Die Zeit, in der die Menschen Europas ganz selbstverständlich mit den Göttern lebten, ist noch gar nicht so lange, gerade einmal 2000 Jahre her. Geläufig sind uns vor allem die griechischen und die römischen Götter, denn sie bestimmten lange Zeit das ganze Geschehen der griechischen Bevölkerung, welche seinerzeit einen großen Einfluss auf ganz Europa hatte. Noch heute glauben Hellenisten an 13 verschiedene Götter und leben zum Teil auch noch nach den Regeln der griechischen Götter.

Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten

Die griechischen und römischen Götter sind nie ganz verschwunden

Wenn man weit in die Geschichte vieler Völker zurückblickt, trifft man auf unzählige Gottheiten und Götter, die über Jahrzehnte und gar Jahrtausende hinweg bis heute verehrt und angerufen werden. In einigen Regionen und Ländern dieser Welt stehen Götter und Götterfamilien auch heute noch im Mittelpunkt von Festen, Ritualen, Gebeten und Riten. In den Gegenden, in denen sich eine der drei monotheistischen Religionen durchgesetzt hatten, gerieten die alten Götter in Vergessenheit oder verloren zumindest die Macht über die Menschen. Die Künste vor allem waren es, in denen die antiken griechischen und römischen Götter immer wieder erinnert und auch neu gedeutet wurden. Und so sind uns manche der Götter nach wie vor ein Begriff. Die antiken griechischen und römischen Götter sind also auch bei uns in Europa nie ganz verschwunden.

Glück - aber durch Zufall: Die Göttin trägt eine Augenbinde.
Glück – aber durch Zufall: Die Göttin trägt eine Augenbinde.

Die Macht der Götter im Spiel

Das Glücksspiel hat in der griechischen Mythologie eine lange Tradition, wie das Würfelspiel
zwischen Zeus, Poseidon und Hades zeigt. Die drei Brüder würfelten aus, wer von ihnen über den Himmel, das Meer und die Unterwelt herrschen würde. Antike Götter finden sich im Kontext von Würfel- und anderen Glücksspielen heute in Form von Emblemen und Symbolen in puncto Glücksbringer und Boten des Glücks wieder. Besonders die Göttin Fortuna, aber auch Tyche und andere Götter wie Apollon oder eben Hades, Poseidon und Zeus sind für Glücksspieler ständig anwesend und allgegenwärtig.

Glück, aber nicht verlässlich, sondern durch Zufall: Die Göttin trägt eine Augenbinde

Man kann die Faszination des Glücksspiels auch im Online Blackjack erleben, wo man mit etwas Glück große Gewinne erzielen kann. Dort begegnet man dann der Faszination und dem besonderen Reiz, der bei jedem Glücksspiel zu spüren sind. Und allein der bloße Gedanke an die Chance, den großen Jackpot knacken zu können, reicht aus, dass sich jedes Jahr Millionen Menschen im Glücksspiel versuchen. Glück – aber durch Zufall: Die Göttin trägt eine Augenbinde. Allen voran Blackjack, Roulette und klassischer Poker. Diese drei Formen des Glücksspiels sind weltweit besonders beliebt, allerdings nicht überall mit der Göttin Fortuna verbunden. Götter oder Göttinnen, die für das Glück oder den glücklichen Zufall zuständig sind, gab und gibt es in allen Götterfamilien. Der indische Gott für das Glück heißt Ganesha und hat einen Elefantenkopf.

Tyche und Fortuna, griechische und römische Göttin für Schicksal, Glück und Zufall

Heute sind wir in Mitteleuropa umgeben von vielen griechischen und römischen Göttern. Nicht, dass wir typischerweise an diese Götter glauben würden. Aber aus der Werbung und als Markennamen sind sie uns eben doch vertraut. Hermes zum Beispiel fährt überall in unseren Landen auf der Straße, ganz passend zu diesem griechischen Gott.

Für die Glücksspielindustrie steht die griechische Göttin Tyche und ganz besonders die römische Göttin Fortuna hoch im Kurs. Tyche war die griechische Göttin des Zufalls, des Schicksals und des Glücks. Und auch ihr römisches Pendant, die Göttin Fortuna, steht genau für diese drei Attribute. Von Fortuna ist bekannt, dass man sie auch schon für Glücksspiele aller Art um Beistand anflehte. Aber auch als Göttin und Glücksbringerin der vielen Seefahrer, die es sowohl in Griechenland als auch im alten Rom gab, liebte und fürchtete man diese beiden Göttinnen. Und hoffte als Seefahrer, dass man von der Seefahrt heil und am Stück nachhause kehrte. In der antiken Welt galt Fortuna auch als glücksbringende Göttin in den Städten wie Alexandria und Antiochia. Die Menschen errichteten viele Statuen für sie, welche symbolisch für ihre Kraft und ihren Schutz standen.

Die griechische Göttin Tyche

Die Göttin Tyche war für Glück im Sinne von Zufall und auch im Sinne von Reichtum, zuständig. Das Prinzip des Zufalls oder auch zufälligen Glücks zeigte sich vor allem im Symbol des Steuerrades. Ihre Verbindung zum Reichtum zeigte sich symbolisch durch den Gott Pluto als Kind, der die Göttin gelegentlich begleitet. Die Göttin konnte sie aber auch für böse Fügungen und Schicksalsschläge stehen. Tyche galt als in erster Linie als Göttin des Zufalls und des unberechenbaren Schicksals. Ebenso beim Glücksspiel konnte sie einem Spieler viel Glück bescheren, aber auch genau das Gegenteil. Auf vielen Statuen, Bildnissen und vor allem auf alten Münzen ist die Göttin mit den Attributen Füllhorn, Mauerkrone als Stadtgottheit, oder auch mit dem Steuerruder in der Hand abgebildet. Auch Flügel und Krone gehören zu den Symbolen der Göttin, auch wenn dies weniger eindeutige Symbole als das Füllhorn oder das Steuerrad (Glücksrad) sind.

Übrigens, wer sich für den Zufall genauer interessiert: Nach Tyche hat der Mathematiker und Philosoph Charles Sanders Peirce das universelle Prinzip des Zufalls als Tychismus bezeichnet.

Die römische Göttin Fortuna

Besonders dank der Automatenglücksspiele wird vor allem die römische Göttin Fortuna um Beistand gebeten. Fortuna erscheint sozusagen leiblich, zumindest ihr Bildnis erscheint auf den Automaten. Sie hat ein eindeutig weibliches Aussehen mit üppigen Rundungen meist. Wie ihr griechisches Vorbild hält auch die Göttin Fortuna ein Füllhorn in den Händen. Aus diesem Horn sollen dem Spieler alle guten Dinge und glücksbringende Botschaften entfallen. Sie soll also für das Versprechen von Glück und Wohlstand stehen.

In manchen Abbildungen der Göttin hält Fortuna in ihrer anderen Hand ein Schiffsruder. Das Schiffsruder verweist allerdings nicht bloß auf Glück im Spiel. Vielmehr steht dieses Ruder dafür, dass die Göttin auch bei Seefahrern als Glücksgöttin in allen Formen beliebt war. Nicht selten sah man die klassischen Galionsfiguren in Form der Glücksgöttin am Bug des Schiffes. In der anderen hält sie besagtes Schiffsruder. Damit, so könnte man deuten, zeigt Fortuna ihre Macht. Sie ist diejenige, die das Ruder in der Hand hat, sie kontrolliert. Leben und Schicksal auf See liegen in ihrer Hand. Der Zufall ist allgegenwärtig.

Quellen:

4 Kommentare

  1. @Holger
    die versunkenen Amazonasstädte, die es vor rund 2000 Jahren gegeben haben soll, hatten sehr wahrscheinlich auch ihre eigene Götterfamilie. Denkst du Unsterblichkeit so, dass diese Götter unsterblich wären? Oder woran machst du Unsterblichkeit fest? ✨

  2. „Die griechischen und römischen Götter sind nie ganz verschwunden“

    Wie auch? Die sind schließlich unsterblich…

    Beispiele: Apollo und sein Sohn Sohn Asklepios im Logo der WHO (links und rechts der Lorbeerkranz des Apollo und in der Mitte der Äskulapstab). Apollo-Missionen 11 – 17, heute heißt es Artemis-Programm. Göttin Hygieia -> heute Hygiene und aktuell die Schutzpatronin der Apotheker.

    Die Muse Terpsichore ist heute die Namenspatin für eine Vielzahl von Tanzsportvereinen. Es gibt ein Opiat mit dem Namen Morphin, benannt nach dem Traumgott Morpheus

    PS: Morpheus kennen wir natürlich auch aus den Matrix-Filmen. Es gibt unzählige weitere Beispiele dafür, dass die Götter unsterblich sind.

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