
Die 12 Taten des Herakles im Dienste des Erystheus sind keineswegs alle Heldentaten, die Herakles vollbrachte. Herakles erwies sich als Held, wo immer er auch hin- oder auch nur vorbei kam. Auch die olympischen Götter riefen Herakles gelegentlich als Beistand zu sich. In ihrem Kampf gegen die Riesen zum Beispiel. Selbst bei den Olympischen Spielen könnte Herakles seine heldenhaften Finger im Spiel gehabt haben. Eine der vielen Sagen über den Gründer der Olympischen Spiele erzählt, dass es Herakles war, der sie gestiftet habe – als Dank für seinen Sieg über König Augias.
Wie Herakles zu seinen 12 Heldentaten kam
Zeus, der Vater von Herakles, hatte in Mykene verkünden lassen, dass der Erstgeborene aus dem Hause des berühmten Helden Perseus künftiger König von Mykene werden solle. Dies aber war eine List von Hera, welche die Wehen von Herakles Mutter Alkmene verzögern konnte. So wurde Eurystheus, ein ferner Verwandter, doch aus dem Hause des von Perseus, zum Herrscher über Mykene. Dies hatte Folgen für Herakles, denn Erystheus wurde durch den Erlass von Zeus der König, dem Herakles zu gehorchen hatte.
Als Herakles zum Helden herangewachsen, Theben verteidigt und glücklich verheiratet, rief Eurystheus Herakles in seine Dienste, doch Herakles weigerte sich. Wieder war Hera zur Stelle. Sie schlug den Sohn ihres Göttergatten mit Wahnsinn. Im Wahn tötete Herakles seine Frau Megara und ihre gemeinsamen drei Kinder. Als der Anfall von Wahnsinn vorbei und Herakles sah, was er getan hatte, bat er in seiner Verzweiflung das Orakel von Delphi um Rat. Der Rat des Orakels war deutlich: „Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“
Herakles Heldentaten weit mehr als 12
Als die 12 Taten des Herakles sind hier unten auf der Seite die Taten aufgelistet und beschrieben, die Herakles im Auftrag des Erystheus vollbrachte. Nebenbei, auf dem Weg zu seinen „Quest-Orten“ meist, hat Herakles noch einige andere Heldentaten „erledigt“. Insgesamt, so zählt das gründliche Mythologische Lexikon auf, kommt man auf über 40 Taten des Herakles, die sich als heldenhaft beschreiben lassen. Zu den bekanntesten dieser Heldentaten des Herakles am Wegesrande gehören die Befreiung des Prometheus, die Befreiung der Hesione, der Sieg über den als unbesiegbar geltenden Riesen Antaios oder auch – am Ende seines Lebens – seine Selbst-Verbrennung.
Weitere Heldentaten des Herakles – die Befreiung des Prometheus
Auch die Befreiung des Prometheus gehört zu den Heldentaten von Herakles. Auf seiner Suche nach dem Garten der Hesperiden befreit Herakles den Titanen Prometheus. Prometheus war Jahrtausende lang an einen Felsen im Kaukasus geschmiedet – als Strafe des Zeus für das Feuer, das Prometheus den Menschen gebracht hatte. Dank des klugen Ratschlags des nun befreiten Prometheus, fand Herakles nicht nur das Ende der Welt – die Straße von Gibraltar übrigens – sondern entging auch der List des Atlas, der seine Last (die ganze Erde zu tragen) nur zu gern losgeworden wäre.
Weitere Helden des Herakles – die Befreiung der Hesione
Hesione ist die Tochter de trojanischen Königs Laomedon, Vater nicht nur von Hesione, sondern auch von Priamos, jenes Königs von Troja, den wir aus dem Trojanischen Krieg kennen.
Der Vater von Hesione war es, dem die Götter Apollon und Poseidon auf Befehl von Zeus halfen, eine (schier) unüberwindliche Mauer um die Stadt Troja zu bauen. Doch verweigerte Laomedon den beiden Göttern den versprochenen Lohn. Das hätte Hesione fast ihr junges Leben gekostet, denn Poseidon schickte dem Laomedon Ketus, das Seeungeheuer. Dieses belagerte die Stadt Troja – viele Jahre noch vor dem trojanischen Krieg.
Das Orakel von Delphi gab den verzweifelten Bewohnern der Stadt Troja die Auskunft, dass Hesione, die Tochter des Königs dem Ketus geopfert werden müsse. Hesione wurde an einen Felsen gebunden und es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Ketus ihr den Garaus gemacht hätte. Hesiones Vater ließ verkünden, dass er seine unsterblichen Rösser, die sein Großvater einst von Zeus geschenkt bekam, jenem geben würde, der den Ketus rechtzeitig töten würde. Herakles, der gerade mit den Argonauten auf dem Heimweg war, hörte davon und befreite die Königstochter. Die unsterblichen Pferde des Zeus aber bekam er nicht.
Weitere Heldentaten des Herakles – Herakles erobert Troja – weit vor dem Trojanischen Krieg
Laomedes bricht erneut sein Versprechen und gibt Herakles weder die Pferde des Zeus noch, wie ebenfalls versprochen, seine Tochter Hesione. Hesione nämlich hatte sich, vor die Wahl zwischen ihrem Vater und Herakles gestellt, für Herakles entschieden. Herakles zieht von dannen und wartet auf die Gelegenheit, sich für den Wortbruch zu rächen. Als Herakles, Jahre später, Zeit-Logik spielt in vielen Mythen so gut wie keine Rolle, von den Amazonen zurück kehrt, ist die Gelegenheit da. Er greift Troja mit einer ganzen Flotte an und erobert die Stadt. Laomedes und dessen Familie tötet er – mit Ausnahme von Hesione und Priamos, dem jüngsten Bruder von Hesione.
Herakles tötet den Riesen Antaios
Antaios, der Riese, hat ebenfalls mit dem Gott Poseidon zu tun, denn dieser ist sein Vater. Seine Mutter aber ist Gaia selbst, die Erde und diese verlieh ihrem Sohn stets nachwachsende Kraft – solange seine Füße die Erde berührten.
So war Antaios unbesiegbar und schaltete und waltete in seinem Reich, wie er wollte. Als Schreckensherrschaft wird beschrieben, wie der Riese Antaios mit seinem Land umging. Herakles nun kommt auf seinen weiten Wegen zu seinen gefährlichen „Jobs“, wie wir heute sagen würden, in das Land des Riesen. Antaois fordet Herakles, wie alle Fremden, zum Kampf auf Leben und Tod. Herakles aber bemerkt nach einer Weile, worin die unerschöpfliche Kraft des Riesen liegt. Er hebt ihn also in die Luft – und siehe, dem Riesen schwinden die Kräfte. Nun hat Herakles leichtes Spiel, seinen Gegner zu töten.
Herakles verbrennt sich selbst
Der große Held Herakles stirbt wie er gelebt hat. Nicht mitten im Kampfgetümmel und schon gar nicht im Bett, sondern auf besondere Weise. Dabei spielen Eifersucht und seine zweite Frau Deianeira eine spielentscheidende Rolle. Er verbrennt sich selbst auf einem Scheiterhaufen, da er die Qualen des Nessus-Giftes nicht länger erträgt. Zeus, sein Vater hilft ihm dabei, indem er mit seinen Blitzen den Scheiterhaufen, auf dem Herakles sich verbrennen will, entzündet.
- Herakles gefährliche Kindheit
- Die Lehrer des Herakles
- Herakles am Scheideweg
- Erystheus – der Auftraggeber von Herakles
- Herakles Heldentaten – die 12 Taten für Erystheus und viele weitere
- Der Nemeische Löwe
- Die Lernaeische Hydra
- Die schnelle Hirschkuh Kerynitis
- Der erymanthische Eber
- Die Ställe des Augias
- Die Stymphaliden
- Der wilde Stier von Kreta
- Die vier menschenfressenden Stuten des Diodemes
- Der Gürtel der Amazone Hyppolyta
- Die Rinder des Riesen Geryones
- Die Äpfel der Unsterblichkeit aus dem Garten der Hesperiden
- Der Höllenhund Kerberos
- Deianeira und der Tod von Herakles
Quellen
- Text: Herakles Leben /
- Bilder: © Hercules Vectors by Vecteezy / Autor unbekannt _ .mlahanas.de/Greeks/Mythology/Images/HerculesHesioneL.jpg, Gemeinfrei, _commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4294072 / Eigenes Werk, Gemeinfrei, _commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2061661












Herakles-Arbeiten und Herakles-Taten
Herakles hat viele Taten vollbracht. Außer einer kanonischen gewordenen Zwölfzahl von Arbeiten (griechisch oft als ἆθλοι [athloi] bezeichnet; Wettkämpfe, Anstrengungen, Arbeiten) im Dienst des Königs Eurystheus gibt es nebenbei während dieser Arbeiten vollbrachte Arbeiten/Nebentaten (griechisch: πάρεργα [parerga]) und außerhalb dieses Zusammenhangs stehende Taten (πράξεις [praxeis]).
Die zwölf Arbeiten werden griechisch auch als ἀγῶνες (agones; Wettkämpfe) bezeichnet. Eine moderne Bezeichnung ist Dodekathlos, von griechisch δωδεκάεθλος [dodekaethlos; zwölfmal gekämpft haben, in zwölf Kämpfen gesiegt habend, zwölfmal gesiegt habend).
Griechische Ausdrücke für die Taten des Herakles sind auch ἔργα (erga; Werke, Taten, Arbeiten) und πόνοι (ponoi; Mühen, Anstrengungen, Kämpfe).
zu den Taten außerhalb der kanonischen Zwölfzahl:
Frank Brommer, Herakles II : die unkanonischen Taten des Helden. Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1984. ISBN 3-534-01894-X
Das Meeresungeheuer bei Troia wird als Ketos (griechisch: κῆτος; lateinisch: cetus) bezeichnet.
Herakles heiratet Hesione nicht und geht mit ihr nach den meisten Erzählungen auch keine andere Verbindung ein (nur nach Diodor(os), Bibliotheke historike [griechisch: Βιβλιοθήκη ἱστορική; Historische Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca historica] 4, 42, 6 – 7 wird Hesione die Freiheit eingeräumt, ob sie mit ihrem Retter fortgehen oder mit den Eltern in der Heimat bleiben wollte und sie wählt das Leben mit dem Fremden, da sie einerseits die Wohltat der Verwandtschaft vorzieht, andererseits Angst hat, es könne erneut ein Meeresungeheuer erscheinen und sie ihm von den Bürgern als Opfer vorgesetzt werden).
Herakles führt gegen König Laomedon Krieg und gibt nach Eroberung Troias Hesione seinem Kampfgefährten Telamon (griechisch: Τελαμών; lateinisch: Telamon) zur Frau als ehrenden Siegespreis dafür, als erster in die Stadt eingedrungen zu sein. Sie wird Telamons Nebenfrau. Ein Sohn aus ihrer Beziehung ist Teukros (griechisch: Τεῦκρος; lateinisch: Teucer). Dieser kämpft wie sein Halbbruder (Sohn des Telamon und seiner Ehefrau Periboia) Aias (griechisch: Αἴας; lateinisch: Aiax) im Troianischen Krieg auf der Seite der Griechen.
Name und Verhältnis zu Hera
Der Name Herakles (griechisch: Ἡρακλῆς; lateinisch: Hercules) ist wahrscheinlich aus den Bestandteilen Ἥρα (Hera) und κλέος (Ruhm) gebildet. Die Bedeutung ist dann etwa »der Hera Ruhm bringt«, »Heraberühmter«, »der durch Hera Berühmte«, »der, dem Hera Ruhm verschafft«, »der durch Hera Ruhm gewinnt« oder »der, dem Hera den Ruhm gab«.
Weil nach vielen Erzählungen Hera Schwierigkeiten und Unglück für Herakles herbeiführt, entsteht der Eindruck eines Gegensatzes zwischen dem Namen und der Feindschaft der Göttin gegen Herakles. Eine Erklärung mit einem dialektischen Kunstgriff, gerade diese Herausforderungen hätten schließlich im Ergebnis Herakles Ruhm gebracht, hat als denkbaren Einwand gegen sich, der Heros habe schon zu Beginn Herakles geheißen. Ein Verlegenheitslösungsvorschlag scheint die Behauptung, er habe anfangs nach seinem Großvater väterlicherseits Alkaios (griechisch: Ἀλκαῖος) bzw. Alkeides (griechisch: Ἀλκείδης) geheißen und sei erst später Herakles genannt worden. Diodor(os), Bibliotheke historike (griechisch: Βιβλιοθήκη ἱστορική; Historische Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca historica) 1, 24, 4 behauptet, er sei nach der Geburt Alkaios genannt worden, später Herakles, nicht weil er durch Hera Ruhm gewann, wie Matris behauptet, sondern weil er der gleichen Absicht wie ein Herakles in viel älterer Zeit, gebürtiger Ägypter und als Zeus-Sohn bezeichnet, nacheiferte. Diodor(os), Bibliotheke historike (griechisch: Βιβλιοθήκη ἱστορική; Historische Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca historica) 4, 10, 1 behauptet, als die Argeier von der Erwürgung der von Hera ausgeschickten Schlangen erfuhren, nannten sie ihn Herakles, weil er durch Hera Ruhm erhielt, obwohl er vorher Alkaios genannt worden war. Apollodor(os), Bibliotheke (griechisch: Bιβλιοθήκη; Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca) 2, 73 gibt zum Aufsuchen des Orakles von Delphi nach der Tötung der eigenen Kinder an, die Pythia habe ihn zum ersten Mal als Herakles angeredet, vorher sei er Alkeides genannt worden. Probus zu Vergil, Ecloge 6, 71 = Pindar(os), Fragment 291 Snell/Maehler gibt an, Pindar(os) sage, er sei anfangs Alkeides genannt worden, später Herakles nach Hera, weil ihren Befehlen Ruhm gefolgt sei. Scholia T zu Homer(os), Ilias 14, 324 geben an, er wurde Alkaios genannt, der pythische Apollon habe ihn mit Beinamen Herakles genannt. Indem er den Menschen Gefallen tue, werde er unvergänglichen Ruhm haben. Die anderen aber erklärten, als Porphyrion Hera begehrte und sie ihn herbeirief, sei er ihr zu Hilfe gekommen. Daher werde er davon, von Hera herbeigerufen worden zu sein, Herakles genannt. Nach Scholia zu Pindar(os), Olympische Ode 6, 115 d meinen einige, Herakles habe Alkaios geheißen, sei aber zu Herakles umbenannt worden, als Apollon dies weissagte. Die Behauptungen verstehen wahrscheinlich eine Bezeichnung nach einem männlichen Vorfahren falsch als eigentlichen Personennamen.
Die Deutung des Verhältnisses zwischen Hera und Herakles ist ein schwieriges Problem und mit der Auffassung über die frühe Sagenbildung verbunden. Neben dem Standpunkt von Hera als hartnäckiger Widersacherin gibt es auch andere Standpunkte, die eine Verbundenheit annehmen.
Ludwig Preller, Griechische Mythologie. Zweiter Band: Die Heroen (Die griechische Heldensage). Vierte Auflage erneuert von Carl Robert. Zweites Buch: Die Nationalheroen. Berlin : Weidmannsche Buchhandlung, 1921, S. 427 – 428 wird geurteilt, in bildlichen Darstellungen (auf einer Vase und drei etruskischen Spiegeln), wie der erwachsene Herakles vor Hera kniet und an ihrer Brust saugt, die ihm die Göttin gutwillig reicht, und in Kultsagen (Gründung eines Tempels der Hera Aigophatos in Sparta und des Hera-Tempels auf dem Vorgebirge Lakinion bei Kroton) habe „sich die Erinnerung an das ursprünglich freundliche Verhältnis zwischen Hera und Herakles erhalten“.
Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen : Götter, Menschen und Heroen. Sonderausgabe. Stuttgart : Klett-Cotta, 2013, II S. 106: „Von seiner Verbundenheit mit Hera zeugt nicht bloß seine Würde als Hochzeitsgott auf Kos, sondern auch der Name Herakles, mit seiner klaren Bedeutung: »Dem Hera den Ruhm gab.«“
II S. 115: „Dort herrschte die Göttin, die nach dem ganzen Lande die »Hera von Argos« genannt wurde. Ihr Heiligtum auf einer mächtigen Bergterrasse zwischen Tiryns und Mykenai gehörte zu keiner einzelnen Stadt, sie hatte aber auch ihren Tempel in Tiryns. Sie und nicht Pallas Athene galt da als die Burgherrin. Mit der Burg war auch der Diener der Göttin, der Tirynthier Herakles, dem Eurystheus unterworfen. Wir hörten schon, was von ihrer Tücke bei dieser Unterwerfung erzählt wurde. Es war dies eine alte Erzählung, doch nicht so alt wie die Verbindung der Hera mit Herakles, welche Verbindung vielleicht noch älter war als die der Götterkönigin mit dem Götterkönig. In einer Zeit, als Zeus die große Göttin von Argos sich noch nicht gewonnen hatte, konnte sie ihren göttlichen Diener, dem sie Ruhm schenken wollte, auch ohne Tücke dem König ihres Landes zur Verfügung stellen.“
Walter Pötscher, Herakles. In: Der Kleine Pauly : Lexikon der Antike, auf der Grundlage von Pauly‘s Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter bearbeitet und herausgegeben von Konrat Ziegler und Walther Sontheimer. Band 2: Dicta Catonis bis Iuno. Stuttgart : Druckenmüller, 1967, Spalte 1051 – 1052 zum Gegensatz zwischen dem Namen, den Herakles [= H.] hat, und Heras Haß auf ihn: „Besser kann die Antinomie erklärt werden, wenn man ein altes Mißverständnis annimmt: H., der wie alle ἥρωες der frühen Zeit unter Heras Schutz stand […], wurde zu Abenteuern ausgesandt, um sich (und damit auch Hera) κλέος zu erringen. Diese harten Aufgaben wurden dann mißverstanden und als Verfolgung des H. durch Hera aufgefaßt, wobei Erzählungen wie die von Io auf den Zeus-Sohn übertragen werden konnten.“
Ursache der zwölf Arbeiten
Nach den meisten Darstellungen sind die zwölf Arbeiten (griechisch: ἆθλοι [athloi] = Wettkämpfe, Anstrengungen, Arbeiten) im Dienst des Königs Eurystheus Sühne für die Tötung der eigenen Kinder durch Herakles. Dazu ist er von einem Orakel angewiesen worden. Beispielsweise erzählt Apollodor(os), Bibliotheke (griechisch: Bιβλιοθήκη; Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca) 2, 73, die Pythia habe Herakles gesagt, er solle Wohnsitz in Tiryns nehmen, Eurystheus 12 Jahre dienen und aufgetragene 10 Aufgaben erfüllen, danach werde er unsterblich sein.
Nach Diodor(os), Bibliotheke historike (griechisch: Βιβλιοθήκη ἱστορική; Historische Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca historica) 4, 10, 6 betrachtete Eurystheus mit Argwohn, wie Herakles zunehmende Macht bekam, rief ihn zu sich und ordnete Erfüllung von Aufgaben an. Als Herakles nicht gehorchte, befahl Zeus ihm, Eurystheus zu dienen. Herakles ging nach Delphi und bekam die Orakelauskunft, die Götter hätten beschlossen, er solle im Auftrag des Eurystheus 12 Arbeiten vollenden, dann würde er Unsterblichkeit erlangen.
Nach Euripides, Herakles (griechisch: Ἡρακλῆς; Herakles; lateinischer Titel: Hercules) 13 – 21 wollte Herakles die kyklopischen Mauern von Tiryns in der Landschaft Argolis bewohnen und bot Eurystheus dafür an, das Land von wilden Tieren zu befreien (sein sozialer Vater/Stiefvater Amphitryon erzählt, Herakles habe dessen Unglücksfälle lindern und das Vaterland bewohnen wollen, für diese Rückkehr habe er Eurystheus eine große Belohnung gewährt, nämlich Entleerung der Erde [von wilden Tieren; vgl. 157 – 161 Lykos in einer herabsetzenden Rede mit der falschen Behauptung, Herakles sei nur im Kampf gegen Tiere stark], sei es von Heras Antrieben bezwungen, sei es gemäß dem Schicksal).
Tötung der Kinder
Die Anzahl der Kinder von Herakles und Megara wird von den antiken Autoren unterschiedlich angegeben.
Drei Kinder und seine Ehefrau Megara, die von Herakles im Wahnsinn getötet werden, sind es bei Euripides, Herakles (griechisch: Ἡρακλῆς; Herakles; lateinischer Titel: Hercules) 977 – 1001. Euripides hat in einer Neuerung die Tat in eine Zeit der Rückkehr von den Arbeiten verlegt und die Tötung der Ehefrau Megara hinzugefügt. Der Darstellung der zusätzlichen Tötung der Ehefrau folgen Seneca, Hercules furens 987 – 1025; 1143 – 1262; Hyginus, Fabulae 32 (Megara), 1 – 2; 241 (Qui coniuges suos occiderunt); Tertullianus, Ad nationes 2, 14; Servius zu Vergil Aeneis, 8, 299; Tzetzes zu Lykophron, Alexandra 38. Eustathios zu Homer(os), Odyssee 11, 268 gibt an, einige sagen, er habe auch Megara getötet.
Tötung der eigenen Kinder (zum Teil auch noch Kinder seines Halbbruders Iphikles), während Megara überlebt, erzählen Apollodor(os), Bibliotheke (griechisch: Bιβλιοθήκη; Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca) 2, 72, Moschos, Eidyllia (griechisch: Εἰδύλλια; Idyllen; lateinischer Titel: Idyllia) 4 (Megara [griechisch: Μεγάρα; Megara; lateinischer Titel: Megara]) und Nikolaos von Damaskus FGrHist 90 F 30 (Iphikles rettet Megara).
Nach Pausanias 10, 29, 7 hat Herakles seine Ehe mit Megara nach dem Unglück aufgelöst. Nach Apollodor(os), Bibliotheke (griechisch: Bιβλιοθήκη; Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca) 2, 127 und Diodor(os), Bibliotheke historike (griechisch: Βιβλιοθήκη ἱστορική; Historische Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca historica) 4, 31, 1 hat Herakles nach Ende der Arbeiten Megara in Theben an Iolaos als Ehefrau gegeben. Nach Plutarch (griechisch: Πλούταρχος [Ploutarchos]), Erotikos (griechisch: ‚Eρωτικός; Dialog über die Liebe; lateinischer Titel: Amatorius) 9 (Ethika [Ἠθικά]/Moralia/Schriften über Ethik 754 d – e) war zum Zeitpunkt dieser Verheiratung Megara 33 Jahre alt, Iolaos 16 Jahre.
Anzahl und Dauer der Arbeiten
Nach Apollodor(os), Bibliotheke (griechisch: Bιβλιοθήκη; Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca) 2, 73 hat die Pythia für Herakles 12 Jahre Dienst bei Eurystheus und Erfüllung von 10 aufgetragenen Aufgaben mitgeteilt. Nach Apollodor(os), Bibliotheke (griechisch: Bιβλιοθήκη; Bibliothek; lateinischer Titel: Bibliotheca) 2, 113 hat Herakles die ersten 10 Aufgaben in 8 Jahren und 1 Monat vollendet, aber Eurystheus die Ausführung von zwei Aufgaben (Tötung der Hydra und Reinigung der Ställe des Königs Augeias) nicht anerkannt. So werden es 12 Arbeiten.
Orte der Arbeiten
In der gängigen Reihenfolge geschieht die Ausführung der sechs ersten Arbeiten auf der Peloponnes, die der beiden nächsten in entfernteren Gegenden (Kreta, Thrakien) der griechischen Welt, die der letzten vier in sagenhaften Ländern.
Art der Arbeiten
Viele der Arbeiten enthalten oder erfordern Bezwingung (Tötung, Vertreibung oder Einfangen) wilder und ungeheurer Lebewesen. Eine Anzahl von Arbeiten hat deutlich Bezüge zu Tod und Unterwelt.
bildliche Darstellungen
Es gibt zahlreiche antike bildliche Darstellungen.
Einen Überblick geben:
Frank Brommer, Herakles : die 12 kanonischen Taten des Helden in antiker Kunst und Literatur. 5., neu durchgesehene und ergänzte Auflage. Köln ; Wien : Böhlau, 1986. ISBN 3-412-08185-X
John Boardman/Wassiliki Felten/Luigi Todisco/Philip Brize/Valerie Smallwood/Georgia Kokkorou-Alewras, Herakles IV. Heracles‘ Labours. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae : (LIMC). Band V 1: Herakles – Kenchrias : et addenda Epona, Galateia, Helios (in peripheria orientali), Helios/Usil. Zürich ; München : Artemis-Verlag, 1990, S. 5 – 111 (Nr. 1697 – 2787)
Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae : (LIMC). Band V 2: Herakles – Kenchrias : et addenda Epona, Galateia, Helios (in peripheria orientali), Helios/Usil. Zürich ; München : Artemis-Verlag, 1990, S. 6 – 107 (Abbildungen)
Also das ist echt nichts.
Es ist kurz, aber gut erzählt
Es ist kurz, aber gut erzählt. Ich weiß jetzt alles über Herakles.
Derbst ungenau – hilft überhaupt nicht
ganz ehrlich? meinen vortrag könnte ich damit zwar schnell hinter mich bringen aber sehr informativ ist es ja nicht und ich bekäme bestimmt ne 6… also zu ungenau!
Links anklicken?
nur mal so als Tipp.
Oder funzt das bei dir nicht?
Angela
Genauigkeit
viel zu ungenau.
Bitte etwas ausführlicher
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Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleibt im Grunde unerfahren, mag von Tag zu Tag nur leben.
3000 Jahre ?
stimmt nicht, nein. Alles lüge!!!!!!!!!!!