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Die Göttin Gaia und ihre Kinder

Gaia, die große Mutter Erde, Mosaik eines arabischen Malers
Gaia, die große Mutter Erde, Mosaik eines arabischen Malers

Aus dem noch Chaos entstand die Göttin Gaia, die Urmutter aller Götter und die Göttin der Erde. Kinder hatte sie mit mehreren Vätern, Uranos, Pontos und Tartaros. So entstand die erste Göttergeneration der Griechen. 

Urgötter sind oft schlangenförmige Wesen

Die meisten Kinder der griechischen Göttin Gaia sind schlangenartige Wesen – Urkräfte des Lebens. Als schlangenartige oder auch drachenartige Wesen werden die Urgötter in vielen Mythologien beschrieben.

Anders als z.B. in der indischen oder ägyptischen Kultur werden die schlangenartigen Götter bei den Griechen nach und nach ins Abseits gestellt oder vernichtet.

So Herakles mit dem Höllenhund Kerebos, der Lenäischen Schlange und dem Drachen Ladón, der die Äpfel der Unsterblichkeit bewacht. Am Anfang, so beschreibt Hesiod das Entstehen der Götter, war das Chaos.

Aus dem noch ungeordneten Chaos erwuchs die Göttin Gaia, die Urmutter aller Götter und die Göttin der Erde.

Das Chaos selbst gebar aus sich den dunklen Raum (Erebos). Erebos wurde später zur Unterwelt. Aus dem Chaos oben gebar die göttliche Gaia den Himmel (Uranos), Pontos und Tartaros. Diese ihre ersten Söhne wurden auch ihre Gatten, mit denen sie weitere Götter in die Welt brachte.

Die Göttin Gaia und Uranos erzeugen Titanen und andere Riesen

Titanen. Mit Uranos wurde Gaia Mutter der 12 Titanen der ersten Generation – halb Mensch, halb schlangengestaltige riesenhafte Götter – Titanen eben. Sie sind die ersten Herrscher der Welt – eingesetzt von ihrer Mutter Gaia.

Die Titanen sind die göttlichen Kinder der Gaia. Sie bilden das erste Göttergeschlecht der Griechen und werden als mächtige Herrscher verehrt. Sie und ihre (direkten) Kinder bleiben auch nach ihrem Sturz durch nachfolgende Generation – Zeus und seine Geschwister – unsterblich.

Die anderen Kinder der Gaia und des Uranos gelten nicht als göttlich und somit auch nicht als unsterblich. Sie werden eher als Ungeheuer bzw. Riesen beschrieben, namentlich bekannt sind die drei Hekatoncheiren und die drei (bis acht) Kyklopen bzw. Zyklopen.

Die drei Hekatoncheiren sind hundertarmige Riesen. Von ihrem Vater Uranos werden sie gleich nach ihrer Geburt in den Tartaros gesperrt. Die Kyklopen sind einäugige Riesen, die als Kinder der Gaia nicht namentlich unterschieden werden. 

Anders sieht es mit anderen Mythen rund um die Zyklopen aus. Polyphemos insbesondere ist vielen aus der Odyssee bekannt. Doch wird Polyphemos in der Odyssee als Sohn des Poseidon eingeführt. 

Gaia und Pontos erzeugen Meeresgötter

Der bekannteste Sohn von Gaia und Pontos ist für viele vermutlich Nereus, ein weiser Meeresgott. Als Prophet taucht er sowohl in der Odyssee als auch in den Mythen um Herakles auf. 

  • Phorkys ist ein greiser Meeresgott. 
  • Kétos ist mit Phorkys die Mutter der Gorgonen und der Skylla. Kétos wird von Peleus getötet als sie sich die gefesselte Andromeda schnappen will.
  • Thaumas ist ein Meeresgott und Vater der Harpyien.
  • Eurybia ist, mit dem Titanen Kreios, die Mutter von Astraios und Perses, die wiederum die Göttin Hekate zeugen.
  • Nereus ist ein sehr alter und sehr weiser Meeresgott, dem Herakles das Geheimnis abringt, wo der Garten der Hesperiden zu finden ist. Mit der Okeanide Doris zeugt er die 50 Nereiden. 

Gaia und Tartaros erzeugen Schlangenwesen

Typhon, Sohn der Göttin Gaia und Zeus
Typhon, Sohn der Göttin Gaia wird von Zeus mit dem Blitz getötet.

  • Echidna, einem Mischwesen aus Schlange und Frau.
  • Typhón – ebenfalls ein Schlangenwesen – mit 100 Drachenköpfen und Schlangenfüßen. Das Schlangenwesen Typhón wurde im Kampf von Zeus besiegt und unter dem Ätna begraben. Doch Typhón und Echidna sind die Eltern weiterer Schlangenwesen
  • Ládon, Schlangendrache mit 100 Köpfen, Bewacher des Baumes mit den goldenen Äpfeln.
  • Die Chimäre, ein feuerspeiendes Tier mit dem Kopf eines Löwen, dem Leib einer Ziege und dem Schwanz eines Drachen.
  • Die Hydra, eine neunköpfige Wasserschlange mit giftigem Atem.
  • Die Sphinx, ein Mischwesen mit dem Kopf und der Brust einer Frau und mit geflügeltem Löwenleib.
  • Kerberos. Wächter des Tores zur Unterwelt, mit Schlangenschwanz und Schlangenkopf auf dem Rücken.

Bildquellen: 

© Arabischer Maler um 730 – The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=147669 / Von Inschriften-Maler, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2208203

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