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Hinduismus – Faszination, Philosophie und Religion

Shiva gehört zu den besonders bekannten Göttern im Hinduismus.
Shiva gehört zu den besonders bekannten Göttern im Hinduismus.

Der Hinduismus gehört zu einer der ältesten Religionen, die uns bekannt sind. Geht man von alten Überlieferungen aus, so reichen die Ursprünge des Hinduismus mehrere Jahrtausende in die Vergangenheit zurück.

Man nimmt sogar an, dass die Region (und teilweise auch Lebenseinstellung) bereits etwa 2.000 bis 3.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung existierte. Denn es soll ein Volk am längsten Fluss des indischen Kontinentes, dem Indus, gelebt haben, welches sich dieser Religion verschrieben hatte.

Nach dem Christentum und dem Islam ist der Hinduismus die drittgrößte Weltreligion. Und noch heute gibt es Millionen Anhänger, die dieser Religion über die Jahrtausende noch zum Teil in unverfälschter Form beiwohnen und alle oder viele  der dazu gehörenden Riten noch heute traditionell zelebrieren.

Indien ist das Ursprungsland dieser Religion

Die Wurzeln hat der Hinduismus als Religion in Indien. Und dort leben schätzungsweise noch heute Millionen, die sich nach dieser Religion richten. Weltweit gibt es etwa eine Milliarde Hindus, wovon rund 92 Prozent allein in Indien leben, wo sie mit etwa 80 Prozent der Bevölkerung die größte Religionsgruppe bilden.

Aber auch selbst in Nordrhein-Westfalen leben Hindus. Dies weist auch beispielsweise der hinduistische Tempel in Hamm auf. Er ist einer der größten in ganz Europa. Grundsätzlich beten Hindus einige, verschiedene Götter an und feiern viele traditionelle Feste, die im allgemeinen sehr farbenfroh gestaltet werden.

Hinduismus als Religion ist allgemein sehr froh gestimmt und herzlich und wohlwollend. Das zeigt sich auch bei der Frage, wie man zum Hindu werden und dieser Religion beitreten kann. Es gibt hier nämlich keinen offiziellen Beitrittsprozess, wie etwa in der christlichen oder auch islamischen Religion.

Auch bedarf es keiner außerordentlichen Zeremonie, um sich zum Hinduismus zu bekehren. Und dies obwohl der Hinduismus zu einer sehr stark verwurzelten, traditionellen Religion gehört, die auf vielen verschiedenen Ritualen basiert. Es besteht also nicht, wie in den meisten Religionen, eine Exklusivität. Niemand wird ausgeschlossen und jeder kann dieser Religion beitreten. Mehr Wissenswertes zum Thema Hinduismus erfährt man auch auf Geschichte24.eu.

Hintergründe zum Hinduismus

Er ist die wohl rätselhafteste Religion, denn sie kennt und vergöttert viele, ja zahllose Götter: Shiva, Krishna (eine Inkarnation von Vishnu), Kali, Ganesha – um nur die bekanntesten der indsichen, genauer hinduistischen Götter zu nennen.

Krishna ist ein sehr beliebter Gott in Indien und gilt als eine Inkarnation von Vishnu.
Krishna ist ein sehr beliebter Gott in Indien und gilt als eine Inkarnation von Vishnu.

Es gibt auch keinen Gründer dieser Religion und auch kein heiliges Buch wie der Koran oder die Bibel. Keine Kirche, kein allgemeines Dogma. Deshalb sind auch manche Menschen der Meinung, dass der Hinduismus gar keine Religion sei. Doch da legen sie den Maßstab des Monotheismus an. 

Wann genau der Hinduismus entstand, ist geschichtlich nicht zu hundert Prozent erforscht. Ein Gründungsereignis oder ein Gründer wie Christus, Abraham, Mohammed oder Buddha, an denen der Tag X festgemacht werden könnte, fehlen. Fest steht eigentlich nur, dass irgendwann vor rund 4000 Jahren im Indus-Tal – im Gebiet des heutigen Indien und Pakistan – eine Zivilisation heranwuchs, deren Religion ein Vorläufer des heutigen Hinduismus war.

Die Menschen waren glücklich, lebten zufrieden vereint und verehrten Tiere, Pflanzen, eine Art Muttergottheit und andere, oft vielköpfig dargestellte Gottheiten. Es ist sehr umstritten, den Hinduismus als solchen, der aus so vielfältigen Strömungen besteht, als eine einzige Religion zu betrachten. Viele Hindus verstehen ihre Religion eher als eine Art weitblickende Weltanschauung.

Unter ihnen gibt es viele, die an ein Pantheon unzähliger Götter glauben. Andere verehren einen höchsten und einzigen Gott unter vielen oder glauben, dass alle Götter Manifestationen einer einzigen Gottheit in ihrer Gesamtheit sind. Wieder Andere bestreiten die Existenz von Göttern, glauben aber an das Göttliche in jedem Lebewesen. Und dies ist auch die Besonderheit dieser Religion, da sie besonders die Natur allgemein, den Körper ins Besondere, ebenso wie Tiere (mehr als Pflanzen) in ihren Glauben mit einbezieht.

Die drei Säulen des Hinduismus

Drei Hauptrichtungen des Hinduismus lassen sich leicht ausmachen: Da wären zum Einen der Shivaismus, der Vishnuismus und der Shaktismus. Die ersten beiden Strömungen stellen Shiva oder Vishnu als obersten Gott in den Mittelpunkt.

Man kennt die Skulpturen aus Reisen nach Indien und von überall dort, wo Shiva in seinen vielen Formen in Erscheinung tritt. Anhänger des Shaktismus verehren Shakti, die weibliche Urkraft des Universums, die sich in einer oder mehreren weiblichen Gottheiten manifestiert haben kann. Der Shaktismus ist eng verwoben mit dem Tantrismus.

Der Hinduismus ist die wohl friedlichste Religion

Der Hinduismus ist bekannt für seine Friedfertigkeit als Religion. So unterschiedlich die Glaubensrichtungen im Hinduismus sind. Jede von ihnen wird toleriert, keine gilt als ketzerisch und erst recht nicht als Extrem und Unnachgiebig. Selbst Götter und Heilige ganz anderer Religionen können den Weg in das Pantheon gehen.

Buddha zum Beispiel, wird sogar als eine Reinkarnation des Gottes Vishnu angesehen. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Hindus Christus anbeten oder zu einem muslimischen Heiligenschrein sogar pilgern. Zwar gibt es auch unter Hindus einige Extremisten, doch Glaubenskriege gingen bisher niemals von Hindus aus.

Bildquellen: 

© Marisa04 auf Pixabay / Pexels auf Pixabay

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