Uto

Uto ist eine gütige Schlangengöttin der Ägypter. Die farbenprächtige und sanftäugige Schlangengöttin schenkt ganz Unterägypten Fruchtbarkeit und lässt die Felder grünen.

Wie in vielen Kulturen gilt die Schlange auch und gerade im antiken Ägypten als der Inbegriff des Lebens, der Fruchtbarkeit (Regen) und des Lebendigen.

Gestalt, Herkunft und Aufgabe der Schlangengöttin Uto

Uto wird als Frauengestalt mit einem Schlangenkopf dargestellt oder als Kobraschlange, die sich um einen Stängel Papyrus windet.

Sie ist eine altägyptische Göttin aus Unterägypten. Uto stammt aus dem Nildelta und hat das Papyrus erschaffen.

Ihre Aufgabe sind vor allem Schutz des Pharao. Auch für Orakel ist sie zuständig und gilt als Muttergöttin und als Fruchtbarkeitsgöttin.

Die Schlangengöttin Uto als Schutz- und Fruchtbarkeitsgöttin

Uto hat als Schutz- und Fruchtbarkeitsgöttin viele Aufgaben. Sie gilt als Muttergöttin des Königs und des ganzen Reiches. Uto verleiht dem König Macht und sorgt dafür, dass er siegreich in seinen Kämpfen ist.

Als Schlangengöttin ist Buto auch eine der Orakelgöttinnen. Dort, im Nildelta befindet sich ihre Orakelstätte. Die Schlangengöttin schützt alle gerechtfertigten Toten. Als gerechtfertigt  gilt ein Toter, wenn er nach seinem Tod den Weg in den Westen zu den Göttern, zu Osiris findet.

Der Hauptkultort der Uto ist die Stadt Buto, was für Namensverwechslungen später bei den Griechen führte.

Die Schlange der Uto ist zum einen als Uräus bekannt. Der Uräus ist eines der häufigsten Zeichen der Götter. So tragen denn auch viele Götter eine Uräusschlange auf ihrer Stirn.

Der Name der Göttin bedeutet „die Grüne, die Papyrusfarbene“. Ihre Heimat ist das Nildelta. Dort schützte sie auch den kindlichen Horus vor der Verfolgung durch Seth. Isis wusste ihr Kind bei der Schlangengöttin im sicheren Schutz.

Uto als Herrin von Unterägypten

Die Schlange der Uto gilt zugleich als Herrschaftssymbol von Unterägypten. Zusammen mit dem Geier der oberägyptischen Nechbet schützt sie jeden Pharao. Und das Gift der Schlangengöttin schützte den Pharao vor seinen Feinden.

Oft werden die Schlangengöttin Uto und die Geiergöttin Nechbet gemeinsam abgebildet als zwei Schlangen, die auf Papyrusblüten sitzen. Die beiden Göttinnen gelten dann als mythische Mütter des Pharaos und sind manchmal auf der Brust des Pharaos zu sehen.

3 KOMMENTARE

  1. Symbolik der Schlange
    Interessant – habe noch wenig über diese Schlangengöttin gehört. Es ist schon komisch, wenn man den Wandel der Schlange in der Symbolik betrachtet. Wie diese positiv-helfende, fruchtbarkeitsbringende Gottheit zum Inbegriff des Bösen wird. Oder vielleicht schon immer diese Zweischneidigkeit besaß (Schöpfungsmythos)?
    Kennt sich da jemand genauer aus? Würde mich interessieren, vor allem, wie dieser Sinneswandel in der Geschichte mit der Abwertung der Frau auch zusammenhängen könnte…
    grüße, ju

    • Schlange – Symbol des Lebendigen
      Du hast ganz recht, die Schlange gilt in der christlichen Tradition als Inbegriff des Bösen.

      In den meisten anderen Kulturen (Sumer, Ägypten, Indien, China, Amerika, Ausralien) dagegen wurde die Schlange als der Inbegriff des Lebendigen hoch verehrt.

      Für den strittigen Punkt, an dem die Bewertungen auseinander gehen halte ich die Grundhaltung dieser Kulturen zum Leben / lebendigen Natur. In den meisten nicht-christlichen Kulturen werden Leben / Natur als Ganzes verehrt. Das Geheimnis des Lebens zu erfahren ist das Erstrebenswerteste überhaupt.

      Die jüdisch-christliche Kultur (auch der Islam gehört in diese Tradition) beginnt mit einem Bruch. Die vormals natürliche uns sich harmonisch geordnete Welt wird zweigeteilt in eine wahre und eine unwahre. Es soll nur noch einen Gott geben und nur dieser eine Gott ist wahr, alle anderen Götter falsch. Dergleichen hat es vorher nie gegeben.

      Und mit dem einen wahren Gott wurde auch alles was es gab, eingestuft – immer nach der
      wahr – unwahr – Unterscheidung:

      Männer – Frauen
      Himmel – Erde
      ein Gott – Götter / Teufel
      Haustiere – Schlangen
      Kopf – Körper / Sexualität
      Denken – Natur
      Philosophie – Handwerk / Arbeit
      Ordnung – Chaos

      Unser ganzes Leben ist noch heute von diesem zweiwertigen Denken durchsetzt.
      Was immerhin mehr als nur ein Wert ist.
      Die Alternative liegt eigentlich auf der Hand, ist aber nicht so leicht zu leben:

      Weder einwertig, noch zweiwertig, sondern drei (bzw. mehr-) wertig. Gedacht wird das schon seit über 100 Jahren (Gotthard Günther mit seinen Kenogrammen z.B.).

      Beispiel:

      Der Gegensatz zwischen Mann und Frau wird durch einen kreativen Akt aufgelöst – sie vereinen sich, statt sich in den Haaren zu liegen, wer Recht (und Wahrheit) hat. Das Ergebnis ist ein Kind – etwas Neues.

      Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir den Film „Avatar“ empfehlen. Er zeigt die Gläubigkeit des sich selbst für die allein mögliche Wahrheit haltenden (rechnenden) Denkens sehr schön drastisch. Noch eindrucksvoller ist, dass die Filmemacher auch für Kopfmenschen nachvollziehbar zeigen, dass und wie machtvoll eine lebendige Welt funktioniert.

      Angel
      **************
      Spielen ist das ganze Geheimnis.

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