Aphrodite - das klassische Schönheitsideal für Frauen

Sandro Botticelli Die Geburt der Venus (aus dem Schaum des Meeres)Was Aphrodite verkörperte, gilt noch heute als das klassische weibliche Schönheitsideal. Erstaunlich ist das schon, wenn man bedenkt, wie viele Schönheiten und Schönheitsideale es in den letzten 2500 Jahren (seit Aphrodite) gegeben hat.

Die rotwangigen üppigen Rubensfrauen etwa oder die blasse dürre Eva von Luca Cranach dem Älteren. 

Nicht so Aphrodite: Wohl gerundet ist sie zugleich schlank und überaus lieblich. So zumindest die Bilder und Skulpturen, die von ihrer göttlichen Schönheit erzählen.

Schönheitsideal der griechischen Antike

Aphrodite galt in der Antike und der griechischen Mythologie als die Schönheit par excellence. Sie verkörperte die absolute Schönheit in ihrer ganzen Vollkommenheit und wurde deshalb auch als Göttin der Liebe, der Schönheit, und der sinnlichen Begierde bezeichnet. Die reihte sich als Schutzherrin in die Riege der zwölf Gottheiten ein und stand für Fruchtbarkeit und Sexualität.

Die drei Grazien von Peter Paul RubensDie Aphrodite, die wir kennen, steht zum Beispiel als Aphrodite von Melos (Statue) in Pariser Louvre und stammt aus dem Jahre um 100 vor Christi.

Unzählige Mythen ranken sich um Aphrodite und ähnlich wie das römische Pendant seiner Zeit, die Venus, galt sie als das Symbol für Fortpflanzung, Fortbestand der Natur und auch als Fügung für das gemeinschaftliche Wohlbefinden einer Nation.

Erst sehr spät, nämlich 1911, konnten sich Wissenschaftler einen Reim daraus machen, woraus sich der Name Aphrodite zusammensetzt und was er schließlich auch bedeutet. Demnach wird vermutet, dass es sich hierbei um die "im Schaum des Meeres aufstrahlt" bedeuten. Viele Bilder und Fresken zeigen exakt diese Göttin als Anadyomene, also die Entsteigende, noch umgeben von Meerwasser.

Sie ist die vollkommene Schönheit und mit Sicherheit eiferten die damaligen Frauen ihrer Schönheit nach. Und noch heute hat sich am Wunschdenken der vollkommenen Schönheit nichts geändert. Allerdings hat sich im Zeitalter der Modernisierung und medizinischen Entwicklung einiges geändert, um zu dieser mit kleinen Hilfestellungen gelangen zu können.

Wer war Aphrodite eigentlich?

Aphrodite Anadyomène von IngresAphrodite ist wenn es um Schönheit, Vollkommenheit und weiblicher Glanz geht, noch heute in aller Munde. "Schön wie Aphrodite", dieser Satz fällt immer wieder, wenn es um Schminktipps, Verjüngungskuren oder auch Wellness-Aufenthalte und Spa's geht.

Unzählige Cremes, Lotionen, Öle und Tinkturen sind mit ihr verziert. Sie steht nun mal für die ultimative Schönheit und ist eher von echter Natur und hat wenig von einer göttlichen Aura. Das behaupten zumindest etliche Wissenschaftler und Historiker.

Aber wer war eigentlich Aphrodite und wie ist sie zu diesem Symbol für Schönheit geworden? Wie viele Mythen dieser Zeit ist auch die Geburt allein von Aphrodite von abenteuerlicher Natur. Kronos, der Sohn von Uranos, schnitt seinem Vater nach Anweisung seiner Mutter Gaia, die Geschlechtsteile mit einer Sichel ab und warf sie hinter sich ins Meer.

Das Blut und der Samen vermischten sich, das Meer schäumte auf und daraus entstand Aphrodite. Sie schwamm auf einer Muschel an der Küste von Zypern und wurde schließlich auch den Unsterblichen vorgestellt.

Andere Mythen besagen wiederum, dass sie die Tochter des Zeus sei, oder sogar aus einem Ei geschlüpft ist, welches von Tauben ausgebrütet wurde. Fakt ist allerdings, dass Aphrodite die Göttin der Schönheit auf griechischem Terrain war und der römischen Schönheitsgöttin Venus nicht nur ebenbürtig, sondern auch deren Vorbild. 

Für immer jung und schön sein wollen

Aphrodite von MelosNicht nur die alten Ägypter, Griechen und Römer setzten einiges daran, um für immer schön und jung zu bleiben. Irgendwie streben noch heute viele Menschen danach, diesem Ideal zu folgen und setzen nicht weniger daran, den natürlichen Alterungsprozess aufzuhalten. Dies mag auch der Grund sein, warum sich immer mehr Menschen heutzutage unters Messer legen und sich nicht nur gefährlichen, sondern auch äußerst schmerzhaften Schönheitsoperationen unterziehen lassen.

Die Methoden hierfür werden immer einfacher, trickreicher und effektiver. Ob Faceliftings, Unterspritzungen, Fettabsaugungen, Implantaten, Brustvergrößerungen und vieles mehr. Es gibt fast nichts, was es nicht gibt oder machbar ist, um sich seinem Schönheitsideal ein wenig näher kommen zu können und dabei eben etwas nachhelfen zu lassen.

Was die Griechen und Ägypter allerdings schon in der Antike ebenfalls beherrschten, ist das Haare glätten. Denn auch sie versuchten mit Hitze beispielsweise ihre krausen Haare zu bändigen.

Mit diversen Ölen und anderen natürlichen Produkten pflegten sie ihre Haare sorgfältig und das mit Erfolg. Heute erledigen diese Dinge simple Haarglätter und Glätteisen und hochwertige aber chemisch hergestellte Pflegeprodukte.

Von Spülungen, über Kuren, Pflegesprays für vor der Wäsche und nach der Wäsche und vieles mehr. Die Anzahl der Pflegeprodukte im kosmetischen Sektor wachsen ständig an und die Vielfalt ist unendlich.

Natürliche Schönheit

Allerdings wird heute der Ruf nach natürlichen Produkten immer größer und viele besinnen sich wieder an die Kraft und Wirkung natürlicher Kräuter, Pflanzen und Öle. Beispielsweise verwenden immer mehr Menschen den natürlichen Wirkstoff des Kurkuma.

Für einen gesundes Wachstum der Haare, Nägel und für eine schöne Haut ist Kurkuma damals wie heute ein äußerst hilfreiches und vor allem durch und durch natürliches Produkt für kosmetische Behandlungen und Pflege. Kurkuma ist auch als gelber Ingwer bekannt und wird häufig als Safranwurz, Gelbwurz, oder auch Gilbwurz betitelt. 

Ein anderes Universal Mittel für die Schönheit ist die Kokosnuss. In tropischen Ländern, also da wo die Kokospalme wächst, wird buchstäblich alles was diese Palme zu bieten hat, verwertet. Die feste Schale zum Bauen, die Fasern für Schnüre, die Kokosmilch zum Trinken (wichtig in den Tropen, da relativ keimfrei und frisch) und das Kokos-Öl als Nahrung - und für die Pflege der Haut. 

Bildquellen: 

© Von Sandro Botticelli - Adjusted levels from File:Sandro Botticelli - La nascita di Venere - Google Art Project.jpg, originally from Google Art Project. Compression Photoshop level 9., Gemeinfrei, commons.wikimedia.org

© The Three Graces, by Peter Paul Rubens, from Prado in Google Earth, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org

© Aphrodite Anadyomene: Von Jean-Auguste-Dominique Ingres - Unbekannt, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org

©  Von Jastrow (2007), Gemeinfrei, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1999030

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