Einen Blick in die Zukunft werfen

Einen Blick in die Zukunft werfen geht zum Beispiel mit Hilfe von Tarot-KartenSchon immer hat uns Menschen ein Blick in die Zukunft brennend interessiert.

Mancher fragt eher aus Neugier, was ihn erwartet oder wie es mit seiner Partnerschaft weiter geht.

Anderen geht es um Finanzen oder auch um wichtige Projekte, lang gehegte Sehnsüchte und Wünsche.

Besonders dringend wird der Wunsch, einen Blick in die Zukunft zu werfen immer dann, wenn Du vor einer wichtigen Entscheidung stehst.

Das Hellsehen mit Hilfe einer Kristallkugel ist eine von vielen Methoden, einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Andere Methoden sind zum Beispiel die Traumdeutung, das Legen von Tarot- oder anderen Karten, Pendeln oder das Buchorakel.

Der Blick in die Zukunft ist uralte Tradition

Für ein Buchorakel kannst Du ein Buch nehmen, dass dir am Herzen liegt. Die Wahrsagerin, die anhand einer Kristallkugel zukünftige Ereignisse voraussagt, hat eine lange Tradition. Schon seit Jahrtausenden galten Weise, Magier, Wahrsager, Traumdeuter als die rechte Schulter von Kaisern, Königen und Pharaonen. Regelmäßig wurden sie vor großen Entscheidungen zu Rate gezogen.

Das älteste uns überlieferte Beispiel für die Rolle solcher weisen Berater kennen wir aus dem Gilgamesch-Epos. Gilgamesch, der halb menschliche und halb göttliche König von Uruk beriet sich vor allen großen Entscheidungen mit seiner (göttlichen) Mutter. Das Gilgamesch-Epos erzählt uns von Träumen, die Gilgamesch vor großen Entscheidungen hatte. Seine Mutter deutete die Träume von Gilgamesch und sagte ihm, welche Entscheidung ihm der Traum an´s Herz legen will. 

In Ägypten war es vor allem die Göttin Isis, welche als große Zauberin und Schutzgöttin zugleich aller Zauberer, Wahrsager, Hellseher galt. Menschen, die dank ihrer Fähigkeiten zum Beispiel Heerführern den Ausgang eines Feldzuges voraussagen sollten. Ein schweres und gefährliches Los, wenn sie mit ihren Vorahnungen und Wahrsagungen falsch lagen. Denn ihnen drohte die Todesstrafe. Nicht nur in Ägypten natürlich. 

Im Mittelalter galten vor allem Astrologen als wichtige Berater für die Herrschenden. In Königshäuser wurden sie meist unter dem Titel "Berater" engagiert. Vielleicht ist dir ja Seni, der Astrologe von Wallenstein ein Begriff. Schiller hat diesem Astrologen, Leibarzt und Berater des historischen Feldherrn Wallenstein ein Denkmal gesetzt. Wohl ziemlich weit entfernt vom historischen Seni. Doch ein Fingerzeig, dass zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges Astrologen die Rolle des Beraters von Feldherren hatten, scheint Schillers "Wallenstein" schon zu sein. 

Auch in Tolkiens Welt spielt der Blick in die Zukunft eine wichtige Rolle. Vielleicht kennst Du ja sein Buch oder den Film "Herr der Ringe". "Möchtest Du in den Spiegel schaun?" fragt Galadriel Frodo, als er und seine Freunde im Goldenen Wald zu Gast sind. Der Spiegel "zeigt Dinge, die waren, und Dinge, die sind, und Dinge, die noch sein mögen." Sagt Galadriel, bevor Frodo in Galadriels Spiegel schreckliche Ereignisse sieht. Zum Beispiel, dass das Auenland untergeht. Doch Galadriel lässt Frodo nicht in dem Glauben, dass er die Zukunft gesehen hat. Nein, "Du hast gesehen, was passieren wird, wenn du scheiterst."

Das Hellsehen als moderne Dienstleistung

In dieser Tradition stehend verstehen sich Hellseher, Astrologen und Traumdeuter auch heute noch. 

Gewissheit ist etwas, das viele sich wünschen. Doch mit der Gewissheit ist das so eine Sache.

Da, wie wir heute wissen, jedes Ereignis mit allen anderen Ereignissen verbunden ist, sind exakte Vorhersagen über künftige Ereignisse nur im technischen Bereich möglich. Lebendige Systeme dagegen, zu denen wir Menschen uns zählen, beeinflussen und irritieren einander ständig.

Mit Gewissheit kann deshalb niemand sagen, was ein bestimmter Mensch oder eine Gruppe, Community, ein Paar zu einem bestimmten Zeitpunkt tun wird. 

Sehr wohl aber lässt sich vom bisherigen Verhalten eines Menschen, seiner aktuellen Frage und seinem sozialen Umfeld auf künftiges Verhalten schließen. Nicht sicher, nicht gewiss, aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. 

Das Hellsehen als Dienstleistung ist also selbst in unserer heutigen, modernen wirtschaftlich orientierten Welt, aktuell. Es wird nicht mehr in ominösen Hinterhöfen oder in einem Zirkuswagen die Hellseherin aufgesucht. Welche unter ihrem langen Haar und verstecktem Gesicht aus wallendem Gewand ihre Kristallkugel hervorholt. Nein, das läuft heutzutage - meist - anders. 

Heute kann man dank Tarot und Kartenlegen und sogar telefonisch einen Blick in die Zukunft bestellen und durchführen lassen. Bevor Glücksspieler ihre Wetten abgeben, rufen sie nicht selten schnell noch einmal einen Hellseher an. Mehr rund um das Thema Hellsehen als Dienstleistung findest Du hier.

Die Kunst, mit Hilfe von Karten, Buchorakeln, Horoskopen oder anderen Hilfsmitteln Rat zu geben, erfordert eine große Portion Sachkenntnis, Empathie und Menschenkenntnis. Diese Fähigkeiten kann man alle erlernen. Aber um sie in den Dienst von anderen Menschen zu stellen, braucht es schon so etwas wie eine innere Berufung. 

Selbst einen Blick in die Zukunft werfen 

Im Grunde genommen kann fast jeder die Fähigkeit, einen Blick in die Zukunft zu wagen, erlernen. Allerdings in erster Linie für sich selbst. Nein, nicht nur in erster Linie, sondern ausschließlich für sich selbst. Und seine nächsten Freunde, wer solche hat. Das ist dann idealerweise Teamwork. 

Es lohnt sich - besonders für Menschen, die öfter mal oder sogar täglich Entscheidungen treffen müssen. Oder wollen. 

Wenn dich das interessiert - violà. Hast Du den Ablauf erstmal drauf, kannst Du dich so oft wie Du willst, selbst "beraten". Und mit der Zeit wirst Du immer sicherer und lernst, deiner eigenen spirituellen Weisheit zu vertrauen. 

Was Du brauchst sind - kurz gesagt - drei "Zutaten". 

  1. Die richtige Frage. 
  2. Aufmerksame Beobachtung deiner eigenen Gefühle und Empfindungen.
  3. Ein ausreichend komplexes Antwort-Medium.

Frage - Aufmerksamkeit - Antwort-Medium

Die richtige Frage

Okey, was ist eine "richtige Frage"? Ich meine damit vor allem, dass genau diese Frage dich jetzt gerade ganz besonders interessiert. Oft ist es gar nicht so leicht, diese Frage in Worten zu formulieren. So, dass sie genau das ausdrückt, worum es dir geht. Schreibe die Frage am besten auf. Dann kannst Du sie für die nächsten Momente zur Not auch vergessen. Was im Eifer des Gefechts leicht passieren kann. 

Aufmerksame Beobachtung

Achte auch deine Gefühle und Empfindungen. Sowohl bei der Frage als auch bei der Antwort. Wie verändern sie sich zum Beispiel bei der Frage, wenn Du sie umformulierst? Mit ein wenig Übung lernst Du, wie sich eine "richtige Frage" für dich anfühlt.

Und wie sich eine "treffende Antwort" anfühlt. Keinesfalls langweilig, aber auch nicht hektisch oder überstürzt. Sondern eher schwingend, fließend, vielleicht auch summend. Manchmal, wenn Du den Nagel auf den Kopf getroffen hast, auch siedend heiß oder schwindlig. Das ist bei jedem Menschen anders. Das allgemeine Fachwort für dieses Körper-Feedback ist jedenfalls "Resonanz".

Welche Bilder, Sätze, Gedanken, welche Musik, anderen Gefühle oder ungefähre Ahnungen tauchen mit diesen Gefühlen und Empfindungen auf? Woran erinnern sie dich?  

Auch darauf kannst Du achten. Denn die Bilder und Erinnerungen können dir helfen, deine Frage wie auch die Antwort noch besser zu verstehen. Wichtig aber ist vor allem, dass Du genau beobachtest, was sich verändert. Wie Du reagierst. 

Das Antwort-Medium

Wenn Du eine Ja-Nein-Frage stellst, brauchst Du kein komplexes Antwort-Medium. Dann reicht eine Münze. Kopf oder Zahl. Hauptsache Du hast dir vorher klar gemacht, was die Antwort "Kopf" und was bei Antwort "Zahl" für dich bedeutet. Sprich: Was Du dann tust. Und dann musst Du es auch tun. Das hast Du vorher entschieden. Hältst Du diese Spielregel ein, funktioniert ein Ja-Nein-Orakel super. Sprich: Du lernst, ihm zu vertrauen.  

Für Fragen, die Du offener stellst, musst Du dem Antwort-Medium ein wenig mehr Spielraum lassen. Idealerweise nimmst Du dafür archetypische Bilder, Gleichnisse, Geschichten, Symbole oder Metaphern. Tarotkarten oder ein Buchorakel, also ein Buch, das dir besonders wichtig (heilig) ist, eignen sich am besten. Ich nehme zum Beispiel manchmal Tolkiens "Herr der Ringe" als Buchorakel. Da ich das Buch sehr gut kenne, funktioniert dieses Buchorakel ziemlich gut. 

Auch eine Kristallkugel kann dir als Antwort-Medium dienen. Allerdings musst Du dich dafür sehr gut konzentrieren und zugleich locker lassen können. Kann man auch lernen, zum Beispiel durch Yoga und regelmäßige Meditation. 

Die Antwort deuten

Um die Antwort zu deuten, brauchst Du wieder: 1. Deine Frage. 2. Aufmerksame Beobachtung. 

Achte ganz genau auf deine Reaktion (Gefühle, Bilder, Erinnerungen etc.), wenn Du die Antwort (das Bild z.B. oder das Wort) siehst. Das ist anfangs nicht leicht, denn oft passiert viel auf einmal. Deine Fähigkeit, sich an alles, was möglicherweise damit zusammen hängen könnte, zu erinnern, ist aktiviert. Sie arbeitet, wenn sie einmal in Fahrt ist, so schnell, dass dein normales Denken keine Chance hat, hinter her zu kommen. Aber dein normales Denken kann auch etwas tun. Nämlich sich an deine Frage erinnern. 

Deine Frage wirkt dann wie ein Magnet. Sie fischt dir die treffende Antwort aus dem Strom deiner Bilder und Erinnerungen zielsicher raus. 

Oft also ist nicht das Bild selbst oder der Satz, den du liest, die treffende Antwort auf deine Frage, sondern die Antwort schwimmt mitten im Strom deiner Bilder und Erinnerungen.

Manchmal aber, vor allem beim Buch-Orakel, kann das Wort oder der Satz drumherum, auf den Du kommst, auch 1:1 die treffende Antwort sein. Das merkst Du daran, dass deine erste Reaktion "Na klar!", "Logo!" o.ä. ist. 

Bildquellen:

© Magdalena Walulik / www.redbubble.com/people/tanab

10
Average: 10 (3 votes)

Das könnte Sie auch interessieren

Neueste Kommentare