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Weltreligionen fallen nicht vom Himmel

Ganesha, Liebling in der ältesten der Weltreligionen
Ganesha, Liebling in der ältesten der Weltreligionen

Schon vor tausenden Jahren verehrten viele Völker auf der ganzen Welt unterschiedliche Göttinnen, Götter oder auch androgyne Gottheiten in Tiergestalt. Das änderte sich vor ca. 2500 Jahren, der sogenannten Achsenzeit. Als die fünf großen Weltreligionen bezeichnet man heute den Hinduismus, den Buddhismus, das Judentum, das Christentum und den Islam. Doch diese heute, wenn man alle fünf zusammennimmt, weltweit praktizierten Religionen sind nicht vom Himmel gefallen. Sie hatten Vorgänger: Kulturen, in denen viele Götter verehrt wurden wie die vedischen, sumerischen, ägyptischen oder die griechischen Götter. Und so verschieden die alten und neuen Götter auch sein mögen, hatten und haben sie doch ganz sinnliche Gemeinsamkeiten.

Voraussichtliche Lesedauer: 14 Minuten

Weltreligionen im Werden – die Achsenzeit

Wenn du den Begriff Achsenzeit noch nie gehört hast, ist das nicht dramatisch, denn es ist ein durchaus umstrittener Begriff. Interessant ist an der „Achsenzeit“ aber auf jeden Fall die Einsicht, dass es etwa zeitgleich eine neue Art zu denken entstanden war. Die Menschheit lernte nun, an verschiedenen Orten der Welt, unabhängig von einander, in großen Zusammenhängen zu denken. Und, was noch wichtiger war: Nie zuvor, zumindest ist uns nichts dergleichen überliefert, hatten Menschen über das Denken nachgedacht. Belege dafür sind zum einen die in Griechenland sich entwickelnde Philosophie, welche die alten Götter in Frage zu stellen begann. Zum anderen entwickelten sich mit den Judentum und dem Buddhismus Religionen, die anders als alles andere zuvor, philosophischer Natur waren. Sie wurdne auch Buchreligionen genannt. Diese neue Art zu denken und die ganze Welt zu beschreiben, verstand sich als der Wahrheit verpflichtet und hinterließ uns Nachgeborenen „ewig gültige“ Texte wie die Tora, Bibel, das Tao te King oder die Philosophie von Platon und Aristoteles.

Das Judentum verstand sich als erste Buchreligion, also der Wahrheit verpflichtet und hinterließ uns Nachgeborenen "ewig gültige" Texte wie die Tora.
Das Judentum verstand sich als erste Buchreligion, also der Wahrheit verpflichtet und hinterließ uns Nachgeborenen „ewig gültige“ Texte wie die Tora.

Weltreligionen: Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam

Damals, zur Achsenzeit entstand also eine neue Art von Religion. Das Judentum und der Buddhismus waren die ersten dieser neuen Religionen. 500 Jahre später, über die Zwischenstation der griechischen Philosophie, kam das Christentum auf und noch weitere 600 Jahre später der Islam. Die fünfte der heutigen Weltreligionen, der Hinduismus, knüpfte dagegen an noch ältere Traditionen der indischen Kultur an und verehrte nach wie vor viele und sinnlich anwesende Götter.

Der Ägyptologe Jan Assmann argumentiert im unten verlinkten Text, dass die sogenannte Achsenzeit keineswegs eine mehr oder weniger plötzliche Wende war. Als Ägyptologe fällt es ihm nicht schwer zu belegen, dass es Vorläufer dieser Entwicklung schon viel früher gab und das nicht nur mit Echnaton.

Gemeinsamkeit aller spirituellen Kulturen, Weltreligionen eingeschlossen

Ob Gott, Göttinnen, Götter oder unpersönliche zentrale Autoritäten wie das Nirwana – alle spirituellen Kulturen und Religionen hatte eine Gemeinsamkeit, von der selten die Rede ist. Bei aller Konkurrenz der zugrundeliegenden Konzepte oder gar Feindschaft, wie sie mit den monotheistischen Religionen aufkam, kam und kommt niemand von ihnen ohne eine Kultivierung der Sinne aus. Damit meine ich vor allem Rituale und andere magische Zeremonien und Zusammenkünfte, wie immer diese im jeweils beschaffen sind. Immer geht es darum, eine Stimmung von Gemeinsamkeit zu erschaffen, in der spirituelle Erlebnisse möglich oder doch wahrscheinlicher sind. Und dafür braucht es nicht nur Buchstaben entziffernde Augen, sondern alle Sinne.

Düfte und andere Wohlgerüche

Wer kennt sie, hier im deutschsprachigen Raum, nicht – die nach Weihrauch duftenden Gotteshäuser. Im Hinduismus verwendet man vor allem viel Sandelholz und andere Wohlgerüche. Und im alten Ägypten gibt es unzählige Belege durch erhaltene Grabbeigaben, welch fein differenzierte Räucherkultur sich damals entwickelt hatte. Auch die alten Ägypter verwendeten schon Weihrauch, man gewann ihn aus dort heimischen Harzen. Im Islam sind zudem harzige Hölzer sehr beliebt und verströmen einen unwiderstehlichen Duft. Und in den indigenen Kulturen Amerikas ist es vor allem der Salbei, der für rituelle Zwecke verwendet wird.

Der Gott des Lichtes, der Musik, der Weissagung, Apollon, war es, von dem die Menschen Rat im Orakel von Delphi suchten. Zu seinen Symbolen zählten der Lorbeerkranz und die Lyra.
Der Gott des Lichtes, der Musik, der Weissagung, Apollon, war es, von dem die Menschen Rat im Orakel von Delphi suchten. Zu seinen Symbolen zählten der Lorbeerkranz und die Lyra.

Musik, Musik, Musik …

Neben den Wohlgerüchen, die zu jedem richtigen Ritual gehören, ist Musik ein weiteres Element, ohne das Rituale und spirituelle Zeremonien wohl kaum über Jahrtausende sich hätten halten können. Ob Orgel und Kirchenchor oder Trommeln und wilder Tanz – die Stile, Rhythmen, Klänge sind sehr verschieden und für Kenner als typische unterscheidbar. Ohne Gesang, Tanz, Rhythmus oder / und diverse Musikinstrumente käme nicht die Stimmung auf, um eine tiefe emotionale Gemeinsamkeit zu erschaffen, wie sie für Spiritualität, welcher Tradition auch immer, nötig ist.

Lecker!

Was bei Ritualen der Weltreligionen wie der älteren Kulturen meist nicht fehlt ist was Leckeres zu essen oder zumindest zu kosten und zu trinken. Bei den Christen die Oblate und der Messwein, bei den alten Ägyptern auf jeden Fall, überliefert: Bier. Und die die griechischen Götter hatten einen Gott, der für Wein und Rausch zuständig war – Dionysos. Bhang Lassi dagegen ist ein Getränk, das man auch heute noch zum Frühlingsfests Holi in Indien trinkt. Es ist mit Cannabis versetzt und wird, vor dem Fest, auf genau festgelegte Weise rituell zubereitet.

Buddhastatue - Im Buddhismus gibt es weder das Versprechen, nach dem Tod ins Paradies zu gelangen, noch gibt es eine Gottheit, zu der man beten könnte.
Buddhastatue – Im Buddhismus gibt es weder das Versprechen, nach dem Tod ins Paradies zu gelangen, noch gibt es eine Gottheit, zu der man beten könnte.

Farben, Muster und Ikonen

Selbst die Leidenskultur des Christentums verwendet kunstvolle Farbkompositionen und Muster für ihre oft prächtigen Kirchenfenster. Denn natürlich isst, sag ich mal, auch das Auge mit. Farben und Muster müssen zueinander und zum heiligen Fest oder Ritual passen. Selbst wenn die „Farbe“ schwarz ist, passt eben genau dieses Schwarz zu dem Ritual. Aber indische Tempelanlagen sind zum Beispiel gerade nicht schwarz, sondern ein Fest intensiver Farben. Im Fokus aber stehen, auch wieder überall, Figuren oder Symbole, in die sich die Meditierenden, Betenden oder auch Besucher innig vertiefen können. Berühmt sind zum Beispiel die Ikonen der orthodoxen Kirchen, oft Marienbildnisse. Im alten Ägypten waren es neben Hieroglyphen und Wandgemälden auch prächtige, oft sogar riesige Statuen, in denen die Gottheit einer Region angerufen wurde. Besonders häufig waren dies Statuen des falkenköpfigen Gottes Horus. Interessant für die ägyptische Kultur, im Unterschied zu späteren Religionen war dabei, dass der Gott einer Statue nicht angebetet wurde, denn es war kein ferner Gott. Ganz im Gegenteil, der Sinn eines Rituals war unter anderem, dass der Gott, in die Statue, die ihn darstellte, einzog. Er war also, so erlebten es die alten Ägypter, in dieser Statue, die man eben auch sehen konnte, anwesend.

Heiliger Ort

Und dann, als Rahmen könnte man sagen, gehört zu den Ritualen aller Traditionen und Weltreligionen ein besonders heiliger Raum oder Ort. Bei den Christen ist das ein Kirche oder Kapelle, im Islam eine Moschee, die alten Griechen und auch die Inder hatten dafür Tempel. Tempel, Kirche oder auch heilige Orte im Freien waren heilige Orte, in denen andere Regeln galten als im Alltag. Man fühlte, sah, hörte nicht nur anders und anderes, sondern konnte sich in diesem heiligen Raum oder Ort auch anders bewegen als sonst.

Herkunft der Weltreligionen

Wie gesagt, vom Himmel gefallen oder aus dem Nichts kamen die Weltreligionen zur Zeit ihres Entstehens natürlich nicht. Gleiches gilt für die Philosophie im antiken Griechenland. Sokrates ganz ähnlich im Grunde wie Buddha im fernen Osten oder die ersten Propheten des Judentums waren sich ihrer Vorgänger sehr wohl bewusst und setzten sich mit ihnen auseinander. Das aber taten sie auf sehr verschiedene Weise.

Hinduismus basiert (wahrscheinlich) auf der Indus-Kultur

Geht man allein vom Glauben an eine oder mehrere Gottheiten zurück, so gehört der Hinduismus zum ältesten Glauben. Die Tradition der vedischen Rituale, die einzig im Hinduismus zelebriert werden, stellt eine vergleichsweise alte Form religiöser Praxis weltweit dar. Doch selbst der Hinduismus basiert auf einer noch viel älteren, nämlich der Indus-Kultur. Bevor sich die Tradition der vedischen Rituale entwickelte, war die Indus-Kultur in die Krise gekommen, die man auf irgendeine Weise überwinden musste. Wie genau sich der Niedergang der Indus-Kultur vollzogen haben mag, ist umstritten unter den Gelehrten. Es könnte sich auch um eine Rückbesinnung des Hinduismus nach einer längeren Zwischenzeit auf seine Wurzeln gehandelt haben. Hinduistische Rituale auf jeden Fall finden noch heute statt. Drei Gottheiten sind es im Wesentlichen, die im Hinduismus verehrt werden. Das sind die Götter Brahma, Vishnu und Shiva und deren Familien, samt, besonders bei Vishnu, seiner vielen Inkarnationen. Der weltweit berühmte Krishna und seine Frau Radha sollen Inkarnationen von Vishnu und seiner Shakti gewesen sein.

Hindus verehren sie zu Hause, in meist eigenen kleinen Tempeln, wie auch in öffentlichen Tempeln. Im Hinduismus wird jeder Tag eine kleine Opfergabe losgeschickt, oft in Form eines geflochtenen Palmblatts mit Blüten und kleinen Opfergaben, die dann mit dem Anstecken eines Räucherstabs symbolisch via Rauch die Götter gut stimmen sollen. Die kleinen Opfergaben findet man vor den Haustüren, auf Flüssen und Seen und vor Geschäften und eigentlich überall. Jede Familie hat zudem einen eigenen Tempel hinter dem Haus im Garten, der von allen Familienmitgliedern gepflegt wird.

Buddhismus basiert auf frühen Formen des Hinduismus

Der Buddhismus entstand, so die Überlieferung, ziemlich plötzlich als Reformation der vedischen Kultur und wohl besonders deren Opfer-Rituale. Er ist, wie auch das Christentum, mit dem Leben eines Religionsgründers, in diesem Fall: Siddharta Gautama, verbunden. Man schätzt, dass über 360 Millionen Menschen dieser einzigartigen Religion angehören. In diesem Glauben gibt es weder das Versprechen, nach dem Tod ins Paradies zu gelangen, noch gibt es eine Gottheit, zu der man beten könnte. Diese friedliche Religion steht für den Einklang des Menschen im Leben und dem Kreislauf des Lebens. Denn nach dem Tod wird der Mensch wiedergeboren und kann sowohl als Tier weiterleben, wie als auch als Dämon. Die Erleuchtung spielt im Buddhismus eine wesentliche Rolle. Das Ziel der Gläubigen ist es, aus dem Kreislauf der ewigen Wiedergeburten auszutreten und ins Nirwana zu gelangen.

Das Judentum basiert auf der ägyptischen Kultur

Das Judentum ist von den drei großen monotheistischen Religionen die älteste Religion, seine Initialzündung war, dem Mythos bzw. dem Alten Testament nach der Auszug aus Ägypten. Zeitgleich mit der friedlichen buddhistischen bzw. philosophischen Revolution in Tibet bzw. Griechenland, war der Abkehr der Juden von den alten Ägyptern schroff und zerstörerisch. Die Götter der alten Zeit, Horus, Osiris, Isis und all ihre Verbündeten wurden zu Götzen erklärt, deren Anbetung verboten war. Jehova, der jüdische Gott, war ein eifersüchtiger Gott, der keine anderen Götter neben sich duldete. Das war neu und erstmalig in der Geschichte der Menschheit und sollte verheerende Folgen haben.

Über 3000 Jahre zurückverfolgt, hat sich das Judentum im Laufe der Jahrhunderte rasch zu einer sehr stabilen und auch strukturierten Religion mit vielen Eigenarten und besonderen Riten herauskristallisiert. Im Judentum wird nur einem einzigen Gott, Jehova, die Ehre erwiesen und durch verschiedene Feste und Anlässe gefeiert. Der Sabbat ist wohl einer der bekanntesten Feiertage im Judentum und ist auch gleich ein Ruhe- wie auch Feiertag. Er findet jede Woche von Freitagabend bis Samstagabend statt. Er ist ein Ruhetag, an dem keine Arbeit verrichtet werden soll und in dieser Zeit wird die Synagoge zum Gebet aufgesucht.

Das Christentum basiert auf dem Judentum und der griechischen Philosophie

Die Christen glauben an einen Gott und insbesondere den Sohn Gottes, der die Nächstenliebe in die Welt brachte. Gott sei dank! Denn das war ein Konzept, das es zuvor noch nicht gegeben hatte. Erstmals rückte der Mensch und zwar der leidende Mensch in den Fokus einer Religion. Als Religionsstifter dieser ganz neuen Religion gilt Jesus, der sich als Mensch inkarniert hat um den Menschen zu zeigen, von welch göttlicher Herkunft und und damit auch künftiger Bestimmung sie sind. Ohne die griechischen Philosophen, wäre solch ein Schwenk hin zum Menschen undenkbar geblieben. Vermutlich zumindest, hätte, hätte, Fahrradkette. Gott sei dank also! Wer hat diesen Satz nicht schon einmal im Leben ausgesprochen!? Er gehört zum Wortschatz, besonders in unseren Gefilden, einfach immer wieder mit dazu und wird tatsächlich öfter, als wir denken ausgesprochen. Besonders in brenzligen Situationen im Leben sind wir heilfroh, dass nicht mehr passiert ist oder auch bei Unfällen aller Art, danken wir meist unbewusst Gott, dass nichts Schlimmeres geschehen ist. Das Christentum bildet in Deutschland die größte Religionsgemeinschaft und unterteilt sich in Katholiken und Protestanten, die wiederum eine Reform des katholischen Glaubens darstellen. Allesamt jedoch haben sich dem christlichen Glauben verschrieben und gehen dem, mehr oder weniger, nach.

Die Taufe eines Kindes gehört zum Christentum, wie auch die Firmung und Konfirmation, oder auch die Heirat, wenn das Paar kirchlich getraut werden soll, in einer christlichen Kirche stattfindet. Aber auch bei Beisetzungen und Trauerfeiern wie Beerdigungen findet ein Gottesdienst in der Kirche statt. Im Wort Gottesdienst allein erkennt man die Zugehörigkeit und auch die Hingabe zur Religion und der Gottheit Jesus Christus. Die höchste, christliche Feier im Jahr bildet bei den Christen das Osterfest. Zu Ostern feiern die Christen die Auferstehung Christi. Besonders in südlichen Ländern, wie die Anzahl der Katholiken oftmals an die 99 Prozent reicht, wird das Christentum sehr intensiv und mit Hingabe zelebriert.

Der Islam ist die jüngste der Weltreligionen und basiert auf dem Christentum

Sieht man den Islam rein historisch, so wurde der Koran, die Bibel des Islams, im 7. Jahrhundert nach Christus offenbart. Ich selbst habe mich mit dem Islam nie eingehender beschäftigt. Was ich zum Islam sagen kann, ist, dass er die mit Abstand jüngste Weltreligion ist und wohl auch aus diesem Umstand seine Gültigkeit. Er ist den beiden anderen monotheistischen Religionen ja nicht unähnlich. Aber er versteht sich, soweit ich weiß, als eine Modernisierung des Christen-und Judentums. Ganz sicherlich war der Islam, zumindest ursprünglich, sehr viel sinnlicher als seine beiden Vorgänger. Dieser Weltreligion verschreiben sich mittlerweile fast zwei Milliarden Menschen, das ist ein Viertel der Weltbevölkerung. Angebetet wird der Erlöser, Mohammed, dem man als Moslem fünfmal zu bestimmten Tageszeiten mit einem Gebet frönt. Darüber hinaus findet jährlich etliche Feste des Islams statt, wie der Ramadan oder das Zuckerfest.

Quellen:

2 Kommentare

  1. „Das Christentum basiert auf dem Judentum und der griechischen Philosophie“

    Es geht im NT der christlichen Bibel nicht nur die griechische Philosophie (natürlich auch sehr stark geht es darum), sondern sehr prägnant auch um die Mythologie. Möglicherweise glauben die meisten Leute, dass diese Trinität ein Monopol bzw. eine Erfindung vom Christentum sind. Zunächst: Was ist mit Trinität gemeint, die aus den Matrix-Filmen als Trinity (neben Neo [Erlöser] und Morpheus [Boss der Träume]) auftritt?

    „In der christlichen Trinitätslehre beschreibt der Begriff Hypostase die drei göttlichen Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) unter dem Gesichtspunkt ihrer jeweiligen Besonderheit, im Gegensatz zu dem ihnen gemeinsamen Wesen, ihrer ousia = „seiend“ („ein Wesen – drei Hypostasen“)“.

    Diese Dreifaltigkeit taucht allerdings auch in der griechischen Mythologie auf:

    „Es handelt sich bei Hekate um eine dreifaltige Gottheit (Triformis -> „Dreifaltige“ – auch Trioditis bzw. Trivia -> „Dreiwege“).“

    Die dreifaltige Gottheit Hekate -> https://www.mythologie-antike.com/t3-hekate-in-der-griechischen-mythologie

    Ist Jesus wirklich neu? Gemäß dem NT der Bibel, Offenbarung 22,16 ist Jesus der Morgenstern. Dieser Morgenstern tauch allerdings auch in römischen Mythologie als Luzifer auf, in der ägyptischen Mythologie als Horus und in der griechischen Mythologie als Eosphoros / Phosphoros.

    Der Morgenstern: Jesus, Horus, Luzifer und Eosphoros / Phosphoros

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