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Griechische und römische Götter in der Werbung

Zeus spricht mit Blitz und Donner
Griechische und römische Götter – Zeus als Stier und Europa als entführte Jungfrau ist ein beliebtes Motiv. War es zumindest vor der Metoo Bewegung. Europa könnte durchaus von Zeus vergewaltigt worden sein.

Griechische und römische Götter in der Werbung.  Ein lustiges Kapitel, was man heute – im Mainstream – von den einst so heilig gehaltenen Göttern noch weiß. 

Viel ist es nicht und auch nicht immer treffend. Aber immerhin. Dank Werbung und Markennamen wie Hermes oder Demeter oder Apollo kennt die alten Götter auch heute noch jedes Kind. 

Oder sind die Griechische und römische Götter in der Werbung ein trauriges Kapitel? 

Ich glaube nicht. Denn zu ändern ist es nicht. Welchen Nutzen hätte da Trauer? 

Auch wird von so manchem erzählt, dass die Götter selbst es waren, die sich tot lachten, sich nicht halten konnten vor befreiendem Lachen als ihnen Ohren kam, dass die Menschen aufgehört hatten, an sie zu glauben. 

Und neue Götter erfanden. Eilends. Stars oder Promis nennt man sie heute. Denn ohne große leuchtende  Bilder vor Augen – Vor-Bilder – eben, können Menschen einfach nicht leben. 

Nein, traurig ist das nicht, begeisternd irgendwie auch nicht. Aber doch lustig. 

Die alten Götter haben sich tot gelacht

Nietzsche erzählt es im Zarathustra: (Dritter Teil, Von den Abtrünnigen)

Mit den alten Göttern ging es ja lange schon zu Ende: – und wahrlich, ein gutes fröhliches Götter-Ende hatten sie!

Sie „dämmerten“‚ sich nicht zu Tode, – das lügt man wohl! Vielmehr: sie haben sich selber einmal zu Tode – gelacht !

Das geschah, als das gottloseste Wort von einem Gotte selber ausging, – das Wort: „Es ist Ein Gott! Du sollst keinen andern Gott haben neben mir!“ –

– ein alter Grimm-Bart von Gott, ein eifersüchtiger vergass sich also:

Und alle Götter lachten damals und wackelten auf ihren Stühlen und riefen: „Ist das nicht eben Göttlichkeit, dass es Götter, aber keinen Gott gibt?“

Oh, der Nietzsche, Altphilologe, kannte seine Götter gut genug, um solch Quasi Insiderwissen öffentlich zu präsentieren.

Griechische und römische Götter – Zeus, Hermes, Neptun als Werbefigur

Zeus und Hera, Hermes sowieso und Dionysos erst recht und auch all ihre römischen Geschwister, obwohl mit allerlei Ränke-Spielen ständig beschäftigt, müssen wir uns nicht als eifersüchtig wachend über den Status ihrer und nur ihrer Göttlichkeit vorstellen. 

Das ist doch was und vor dem Hintergrund find ich´s letztlich auch Ok, dass sie sich in unseren Zeiten sogar gewinnbringend vermarkten lassen. 

OK, also mal drei vier Beispiele für griechische und römische Götter als Werbe-Zug-Mittel: 

Selbst wenn jemand so gut wie nichts über die Götter der alten Griechen und Römer wissen sollten – einige Namen hat vermutlich jeder schon mal gehört.

Da die Namen vor allem der bekanntesten griechischen und römischen Götter im Marketing verwendet werden. Und das sehr erfolgreich. Man denke nur an den Hermes-Versand.

Griechischer Gott Hermes in der Werbung

Klar, Gott Hermes passt perfekt als Name zu einem Unternehmen, das schnelle Botendienste anbietet. Und suggeriert / verspricht vor allem Verlässlichkeit und Schnelligkeit. Aber auch Pfiffigkeit, in dem Fall vielleicht besonders attraktive Extras, die es bei anderen Versand-Unternehmen nicht oder weniger komfortabel gibt. Irgendwie so etwas.

Steckt durchaus drin im Bedeutungsfeld „Hermes“. Über das man halt mehr erfährt, wenn man sich die Geschichten von griechischen Götterboten mal unter Lupe nimmt. Haben die Marketing-Leuts vom Hermes-Versand ganz sicher getan, bevor sie sich für diesen Namen entschieden haben.

Griechischer Gott Zeus

Der Göttervater Zeus hat seinen Namen zum Beispiel für Schafskäse hergegeben. Weit weniger passend als Hermes, mehr der Tatsache geschuldet, dass Zeus aus Kreta stammte und dieser griechische Schafskäse halt auch. Zeus hat aber wohl eher weniger, zumindest nichts Spezielles mit Käse zu tun hat.

Nun gut, aber Zeus ist halt nicht so wählerisch in seinen Mitteln und hat mit den Käse-Leuten keinen Exklusiv-Vertrag gemacht. Für Werbeagenturen, Reiseunternehmen und natürlich für Gaststätten und Hotels – Zeus gibt seinen göttlichen Namen für fast alles her.

Griechische Göttin Demeter & Bioqualität

Auch Demeter hat heute einen klangvollen Namen und steht für Qualität. Für Qualität von Bio-Produkten. 

Ein wirklich mal sehr gut passender Einsatz-Ort der auch zu Zeiten der alten Griechen sehr beliebten und geachteten Göttin.

Römische Göttin Venus & Dessous

Die Göttin der Schönheit und der Liebe – Venus wie auch Aphrodite – kennt man heute als Markenname diverser Produkte, die mit Schönheit, Erotik, Dating, sinnlich verführerischen Düften und allgemein mit Verführung zum Genießen zu tun haben. Bestimmt gibt es auch einen Aphrodite-Versand und der bietet naheliegenderweise Dessous an.

Einen Venus-Versand gibt es natürlich auch. Der ist, wie ich auch vermutet habe, noch direkter als Aphrodite. Er bietet Erotik-Spielzeug etc. an. Mit Aphrodite und Venus kann man jedenfalls nicht alles bewerben, ihr Bedeutungsfeld ist ziemlich klar umrissen.

Griechischer Gott Dionysos & Weinverkostungen

Ein Gott der Griechen, der von den Römern dann Bacchus genannt wird. Viele Erntefeste im Herbst werden nach Dionysos benannt. Was nicht selten darauf hindeutet oder zumindest verspricht, dass es auch Weinverkostungen geben könnte.

Gaststätten und Weinhandel natürlich auch. Immerhin gibt es auch eine Band mit seinem Namen, klar, Dionysos hat nicht nur mit Wein, sondern auch mit Musik und Tanz zu tun.

Römischer Gott Apollo

Der Name eines römischen Gottes, der bei den Griechen Apollon genannt wurde. Brillen werden in bzw. mit seinem Namen angeboten. In allen größeren Städten Deutschlands. Apollo-Optik. Und das, obwohl Apollo gewiss kein Brillen-Gott ist.

Immerhin der Sonne. Die Bedeutungs-Verbindung scheint zu reichen. Es funktioniert. Ein Augenoptik-Versand, der sich für Dionysos als Markennamen entscheiden würde, riefe vielleicht Verwunderung hervor.

Römischer Gott Neptun

Mit Neptun und erst recht mit Poseidon, seinem griechischen Verwandten kann man nur wirklich nur für Wässriges werben. Schwimmbäder am besten oder auch Gaststätten / Hotels am Meer. Oder?

Eine Schiffswerft in Rostock hat sich beim römischen Gott Neptun bedient – Ok passt auch. Während Poseidon für Restaurants und Gaststätten beliebter als sein römischer Nachfahre zu sein scheint.

Summa summarum: Nein, weit und breit nichts zu entdecken, was ganz und gar daneben wäre. 

Literaturquellen:

Literatur zur griechischen Mythologie
Griechische Götter & Mythologie

2 KOMMENTARE

  1. Re: Zeus als Stier
    Hi Miriam;

    Ja hat er und als solcher hat er die phönizische Prinzessin Europa über das (Mittel-) Meer nach Kreta entführt und dort – wieder in Menschengestalt – drei Söhne mit ihr gezeugt.

    BTW: Seit 2013 gibt es 5-Euro-Scheine, auf denen Europa und Zeus abgebildet sind.

    Göttliche Grüße
    Angel

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