Griechische Götter & ihre Geschichten

Titanen

Titanen_Rhea_KronosDie Titanen sind ein altes griechisches Göttergeschlecht.
Die Eltern / oder Großeltern der meisten olympischen Götter.

Die erste Titanen-Generation besteht aus den 12 Kindern von Uranos (Himmel) und der Gaia (Erde).

Einführung in die griechische Mythologie

Der Göttervater Zeus, der weissagende Apoll, die schöne Aphrodite, der irrende Odysseus oder der tapfere Herkules – die griechische Mythologie kennt viele Gesichter. Doch worin liegt ihre Besonderheit, dass sogar in unserer heutigen Zeit ein präsentes Interesse und eine stete Faszination über jene seit Jahrtausenden zurückliegende Kultur herrscht?


griechische Götter - Apollongriechische Götter - HeraUm die Götter der Griechen gibt es viele Mythen und Geschichten. Und sie haben auch einen großartigen Schöpfungsmythos.

Besonders bekannte griechische Mythen sind die Geschichten von Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte, die Heldenreise Theseus, der im Labyrinth von Kreta den Minotaurus besiegte oder  auch das tragische Schicksal der klugen Sisyphos.

griechische Götter - Hermesgriechische Götter - PanDie jüngere Generation der griechischen Götter besteht aus sehr menschlichen Göttern. Zeus, der gütige und gerechte Herrscher über alle Götter, ist der Vater sehr vieler Götter. Hera bewacht ihn eifersüchtig. Athene und Poseidon liegen sich andauernd in den Haaren. Während Pan durch die Wälder und Wiesen streift. 

Das klingt für uns heute nicht weiter aufregend. Doch in der Antike waren die griechischen Götter die ersten, die Götter, die ganz offensichtlich nach dem Bild des Menschen von sich selbst beschrieben wurden. Zuvor, in Ägypten, Sumer / Babylon auch noch, wurden Götter eher als Urgewalten, eben als Schöpfungskräfte (Himmel und Erde, Wasser und Luft, Sonne, Mond, Gestirne) verstanden und hatten, vor allem in Ägypten, auch meist Tierköpfe.

Nun aber, in Griechenland, lassen sie sich in ihrer Gestalt von Menschen gar nicht mehr unterscheiden. Und sie verhalten sich auch wie Menschen. Nur eben, dass sie mit Unsterblichkeit gesegnet / oder auch verflucht sind. Was natürlich kein Zufall ist, sondern anzeigt, dass die Menschen zu dieser Zeit, insbesondere damals in Griechenland sich ihrer eigenen Kraft und Macht bewusst zu werden begannen. Der Mensch, verkündeten denn auch die Sophisten zu Lebzeiten von Sokrates, der Mensch ist das Maß aller Dinge.


Die Rolle der antiken Götter in der Kunst

Der antike Stoff rund um die griechischen Götter und Helden hat unzählige Epochen überlebt, bedeutende Dichter, Denker und Autoren wie Sophokles, Johann Wolfgang von Goethe, Jean Anouilh oder Wolfgang Hildesheimer setzten sich mit ihm auseinander und schufen dabei eigenständige Kunstwerke. Geschichten wie die der wundersamen Medusa gelten noch immer als beliebte Elemente in Film und Fernsehen.

Museen sind gefüllt von herausragenden Meisterwerken bekannter Maler und Bildhauer, so z.B. „Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli als römisches Pendant zu Aphrodite, „Die drei Grazien“ (griech.: Charites) von Raffael oder Farnesische Sammlungen, vor allem der „Farnesische Stier“, um nur einige wenige zu nennen.

In vielen Kulturen und Strömungen der Zeitgeschichte zeichnet sich ein deutlicher Einfluss des antiken griechischen Geistes ab. Während die Römer seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. die griechischen Gottheiten für ihre eigene Mythologie adaptierten, verbreitete sich die Kultur anschließend in der Epoche des Hellenismus in Richtung Orient aus. Viele Schriften und künstlerische Werke entstanden in dieser Zeit, die ein Vorbild für die spätere Kunst sein sollten.

Als Beispiel ist vielleicht die Skulptur der „Nike von Samothrake“ besonders interessant. Besonders in der Blütezeit der Renaissance erfuhr die antike Kunst und der darin verarbeitete Mythos eine „Wiedergeburt“. Man war fasziniert von den naturgemäßen Darstellungen der Götter und Helden und wollte sie fortan in einer noch realistischeren Weise nachbilden und das Wesen der Schönheit erforschen.

So zahlreich die Quellen auch sein mögen, denen man sich bediente und bis heute überliefert sind, so blieben doch nicht alle erhalten oder weisen Lücken auf. Zum Beispiel erläutern die bekannten griechischen Vasen, auf denen mythologische Szenen abgebildet wurden, zwar Teile, die nicht schriftlich festgehalten sind, doch deren Bedeutung ist nicht immer eindeutig bestimmbar oder von Darstellungen aus dem Alltag zu unterscheiden.
Dies führt uns zu den Anfängen der griechischen Mythologie.


Der Ursprung der antiken Götter Griechenlands nach Hesiod und Homer

Obwohl seine Existenz ungewiss ist, liefert der abendländische Autor Homer mit seinen beiden Epen „Ilias“ und „Odyssee“, die jedem spätestens aus dem Lateinunterricht bekannt sein sollten, einen wichtigen Bezug zur Herkunft der Mythen. In ihnen wird die Geschichte um den Trojanischen Krieg erzählt, welcher durch den Raub der griechischen Göttin Helena durch Paris, den Sohn des trojanischen Königs, ausgelöst wurde.

Daraufhin bauen die Griechen auf Anraten des Helden Odysseus ein hölzernes Pferd, können unbemerkt durch ein eingebautes Versteck die Stadtmauern durchqueren und Troja überwältigen. Die „Odyssee“ setzt im Anschluss mit der Heimkehr des Odysseus und dessen Irrfahrten fort.

Ein weiteres relevantes Werk, welches die Entstehung des Kosmos und der Götter erläutert, ist die „Theogonie“ des griechischen Dichters Hesiod. Den Ausgang bilden sechs Urgottheiten: Chaos, Eros (Liebe), Erebos (Finsternis), Gaia (Erde), Nyx (Nacht) und Tartaros (Unterwelt).

Es wird jedoch auch davon ausgegangen, dass die anderen fünf Gottheiten alle dem Chaos als formlose und ungeordnete Materie entsprungen sind. Aus den Beziehungen zwischen Gaia und Tartaros, Nyx und Erebos gehen weitere Nachkommen einher.

Dabei entstehen u.a. Aither (Luft), Hemera (Tag) und Uranos (Himmel). Die Verwandtschaftsverhältnisse weiten sich nach wie vor aus und infolge der Verbindung zwischen den Titanen Kronos und Rhea geht schließlich Zeus hervor. Dieser triumphiert über seinen Vater, der ihn aus Angst vor einer Entmachtung ermorden wollte.

Er führt im Laufe der Jahre Krieg gegen die Titanen, verbannt sie in die Unterwelt, siegt in einem letzten Kampf über Typhoeus, dem Sohn seiner nach Rache gelüstenden Mutter und wird zum Herrscher über alle Götter ernannt. Der Wohnsitz der griechischen Gottheiten ist fortan der viel berühmte Olymp, auf dem die 12 olympischen Götter thronen.

Darunter befinden sich neben Zeus drei seiner Geschwister, die griechische Göttin Hera und Poseidon, der griechische Gott des Meeres, sowie Demeter. Seine beiden anderen Geschwister: Hades und Hestia haben zu spezielle Aufgaben, um sinnvollerweise im allgemeinen Götterrat zu sitzen. 


Griechische Götter und Archetypen

Das „Göttliche“ unterscheidet sich bei den Griechen von den gängigen Vorstellungen einer höheren Macht im Wesentlichen darin, dass es nicht durch eine Allwissenheit, Allmacht oder Vollkommenheit gekennzeichnet ist.

Die griechischen Götter galten eher als Inbegriff bestimmter Personifikationen, Prinzipien oder Ideale. Sie verfügten zwar über eine größere Macht als der Mensch, doch wiesen auch gewisse Ähnlichkeiten zu ihm auf, so z.B. in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild, wenn auch oftmals in einer etwas überhöhten prächtigeren Form. Zudem konnten sie auch negative Eigenschaften und menschliche Schwächen widerspiegeln.

Für den Forscher C.G. Jung, der besonders bekannt dafür geworden ist, die Wirkung universeller Archetypen erforscht und genau beschrieben zu haben, waren die griechischen Götter besonders interessant. 

Jung erforschte, wie sich in der Psyche von Menschen gleichermaßen wie in Mythen, Träumen, magischen Bildern (wie z.B. das Tarot) und Visionen dieselben - personifizierten - symbolisch verschlüsselten Grundmuster menschlicher Erfahrung zeigen. Und eben diese Archetypen zeigen sich in der Götter - und Mythenwelt der alten Griechen besonders deutlich. Und auch besonders menschlich. 

Solche Archetypen - symbolische Grundmuster sind zum Beispiel:

  • der Held, die Heldin
  • der weise alte Mann, die weise alte Frau
  • der Heilige, die Heilige
  • der Vater, die Mutter
  • der Bruder, die Schwester 
  • der Dieb
  • die Schöne oder auch die Muse
  • der Narr
  • das Ungeheuer
  • die Schlange (und andere Tiere)
  • die Liebenden, der Geliebte, die Geliebte
  • der Einsiedler
  • der Magier 
  • der König, die Königin
  • der Prinz, die Prinzessin
  • der Kieger, die Kriegerin
  • der Tod 

In der Vorstellung der Menschen im alten Griechenland existierte zwischen Mensch und griechischem Gott eine undurchdringbare Grenze, da die Sterblichen an das Zeitliche gebunden waren und jeglicher im Leben erreichbare Wert der Vergänglichkeit unterworfen war. Doch erhielten einige Menschen in besonderen Situationen die Ehre unter den Göttern zu verweilen oder mit ihnen zu kommunizieren.

Dieses Privileg wurde bei den alten Griechen vor allem den Helden / Heroen zuteil. Bedenkt man (mit G.G. Jung), dass in jedem Menschen der Archetypus des Helden schlummert und nur darauf wartet, sich zu zeigen, ist das durchaus ein ermutigender Gedanke. 


Die Helden im antiken Griechenland

Diese Helden der Antike zeichneten sich durch besondere Wesenszüge aus, wie z.B. enormen Mut, große Tapferkeit oder außerordentliche Stärke. Einer von ihnen ist Achilleus, ein Sterblicher, welcher von dem Zentaur Cheiron aufgezogen wurde und eine entscheidende Rolle in der Schlacht um Troja für die Griechen spielte.

Eine Sonderstellung nahmen die Halbgötter ein, wobei einer ihrer berühmtesten Vertreter Herkules, der Sohn des Zeus und seiner menschlichen Mutter Alkmene, ist. Er bewältigte eine Vielzahl waghalsiger Aufgaben und erschlug dabei ein ganzes Heer an Feinden. Schließlich wurde er in den Olymp, dem Hauptsitz der olympischen Götter aufgenommen und erlangte die Unsterblichkeit.

Die Welt der Götter des antiken Griechenlands ist sehr vielseitig, ihre Beziehungen untereinander und zu den Menschen kompliziert. Fantastische und mystische Fabelwesen schmücken wundersame und bizarre Geschichten aus. Ein Ort voller Helden und tragischer Schicksale zwischen zwei Sphären ist in den hinterlassenen Schriften und Kunstwerken so lebendig wie eh und je. Betrachtet man die Mannigfaltigkeit der Mythologie, so wird schnell klar, warum sie seit all den Jahren immer noch Begeisterung findet.

Gerade die Tatsache, dass sie aus einer Zeit entstammt, die so weit zurückliegt und in der vollkommen andere Zustände, Sitten und Kulturen vorherrschten, bewirkt den zusätzlichen Reiz. So kann man davon ausgehen, dass das Erbe der alten Griechen auch in später Zukunft auf Interessenten und Liebhaber für ihre Mythen treffen wird.


Die griechischen Götter in unserem Alltag

Griechische Götter und besonders auch römische Götter spielen in der europäischen Kunst und in unserer Alltagssprache eine vergleichsweise herausragende Rolle.

Man denke nur an Götter wie

  • Merkur / Hermes
  • Apollon / Apollo
  • Aphrodite / Venus
  • Dionysos 
  • Zeus / Jupiter

All diese Götter sind uns heute zumindest dem Namen nach, durchaus bekannt. Selbst dann, wenn wir so gut wie nichts über die Götter und deren tragische oder komische (bei den Griechen oft tragikomische) Geschichten wissen sollten.

Wie das? Einfach deshalb, weil heutzutage die Namen der bekanntesten griechischen Götter im Marketing - als Markennamen verwendet werden.

  • Man denke nur an den Hermes-Versand. Klar Gott Hermes passt als Name zu einem Unternehmen, dass schnelle Botendienste anbietet.
  • Zeus hat seinen Namen für Schafskäse hergegeben, schon weniger passend, da er sich nur auf Kreta, die Heimat-Insel von Zeus bezieht und Zeus eher weniger, zumindest nichts Spezielles mit Käse zu tun hat.
  • Aphrodite kennt man heute als Markenname diverser Produkte , die mit Schönheit, Erotik oder allgemein mit Genießen zu tun haben.
  • Nach Dionysos werden heute viele Erntefeste im Herbst benannt. Was nicht selten darauf hindeutet oder zumindest verspricht, dass es auch Weinverkostungen geben könnte.

Und die griechischen Götter sind verwandt mit den Göttern anderer Mythologien, deren Namen weit weniger geläufig sind:


Ägyptische Götter & Mythologie


Griechische Götter & Mythologie


Indische Götter & Mythologie

4.07092
Average: 4.1 (141 votes)

Kommentare

griechische Götter

die sind schon was besonderes. Stimmt.
Vor allem weil es eigentlich richtige Menschen sind. Zeus und Hermes oder auch Dionysos mein ich, also die jungen Götter der alten Griechen.

Götter

Ich Liebe die Griechischen Götter ,das sind meine Götter -wer Betet den noch zu ihnen-ich!!Ich bin 47 Jahre und bleibe den Göttern treu bis an mein Lebensende.

Hihi Ihr denk ,die ist Bekloppt!!Ok Na gut dan bin ich es.Den ich bin ich und anders will ich nicht!!

Lieben Gruss von Bettina

Ich mag die griechischen Götter

Auch wenn es inzwischen noch viele andere Götter gibt, sind die griechischen Götter zum Teil schon richtig lustig.

Zugang zu griechischen Göttern

ja - der ist ja nun etwas schwierig geworden.
Die Seite ist super, umso wichtiger find ich es, dass man möglichst leicht Kommentare schreiben kann.
Muss ja irgendeine Lösung geben. Wozu sind die Götter schließlich da :))))
Alles Gute dem Götter-Team weiter, freu mich auf Antwort und göttliches Ostern übrigens.
OK Götter
 
 

Super Seite + Frage an Griechische Götter

Hallo! Erstmal möchte ich mich vorstellen und nicht einfach losschreiben: Mein Name ist Marc Dillon und bin interessiere mich (an dieser Stelle gleich: Super Forum, total interessant) für die griechische Mythologie seit frühen Jahren. Ich bin nun 15 und stehe besonders auf Poseidon, den Weltrüttler (laut Homer) und Herr der Meere. Deswegen nenne ich mich Poseidon's Maat. Nun die Frage: Bei den meisten Foren und sogar manchen Büchern wird Zeus als der allmächtige, mächtigste Gott dargestellt. Doch nun meine Frage. Zeus' Mutter hatte ja Zeus beschützt, sofort nach der Geburt außer Gefahr (Vor Kronos welcher Hades und Poseidon und ihre Schwestern (Nach Homer war Poseidon erst später dran, wenn ich mich nicht irre) verschlungen hatte. Zeus wuchs dann ohne Gefahr auf und konnte zu einem starken Krieger werden. So konnte er seine Geschwister befreien und Kronos in den Tartarus werfen. Wenn jetzt aber zum Beispiel Poseidon an Stelle Zeus gewesen wäre und von seiner Mutter anstelle Zeus gerettet worden wäre, hätte Poseidon genauso Kronos besiegen können, oder? Also heißt das doch, dass die großen Drei gleich mächtig sind und nicht Zeus der "stärkste" von allen ist. Ich hoffe, ihr (oder Du) habt meine Frage verstanden und könnt mir weiterhelfen. Marc

Griechische Götter - Symbole?

Erstmals, super Seite! Weiters wollte ich dich etwas fragen: Jeder Gott der griechischen Mythologie hat ja sein eigenes Symbol - zumindest die Olympischen wie Aphrodite das "Weiblichkeitssymbol", Ares das "Männlichkeitssymbol", Zeus den geschwungenen 4er und so weiter, aber gibt es auch ein Symbol für die Gesamtheit der griechischen Götter? Quasi als Sinnbild für die Mythotologie allgemein?

Symbole der Götter?

Hallo Hera3107: 
mit abstrakten Symbolen hatten es die alten Griechengötter eigentlich nicht so. Dafür mit symbolischen Gegenständen - wie dem Gürtel der Aphrodite, dem Stab des Hermes oder dem Blitz des Zeus.
Sollte mich wundern, wenn die abstrakten Zuordnungen wie etwa die Kürzel der Sternzeichen (für Venus, Jupiter, Mars etc.) nicht erst später den Griechengöttern zugeordnet worden sind. Aber wer weiß, vielleicht kann ich ja wiedermal dazulernen.
Was meinst du z.B. mit dem Weiblichkeitssymbol der Aphrodite?
Liebe Grüße
Angel

Re: Griechische Götter Symbole

Danke Angel! Ja stimmt! Das könnte natürlich gut sein! Ich mein mit dem Weiblichkeitssymbol das Symbol des Planeten Venus, der Kreis mit dem Kreuz darunter. Ich hab auch noch nie antike Quellen gefunden, in denen die Symbole für die entsprechenden Götter erwähnt wurden. Liebe Grüße

Seiten

Neueste Kommentare